- TitelWaldbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels : Synergien und Konfliktpotenziale zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz
- ParalleltitelForest Management in Times of Climate Change - Synergies and potenial conflicts between forestry and nature conservation
- Verfasser
- ErscheinungsortStuttgart
- Verlag
- Erscheinungsjahr2010
- Illustrationen3 Abb., 1 Tab., 22 Lit. Ang.
- MaterialArtikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
- Standardsignatur14217
- Datensatznummer200167916
- Quelle
- AbstractDurch Befragung von Fachvertretern aus sechs deutschen Bundesländern und Literaturauswertung wurden Synergien und Konfliktpotenziale zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft hinsichtlich Baumartenwahl und Anpassungsstrategien der Waldbewirtschaftung an den Klimawandel identifiziert. Die Anpassungspotenziale der Baumarten wurden von beiden Gruppen ähnlich eingeschätzt. Die Fichte (Picea abies) wurde als sehr labil eingestuft. Die Bedeutung der Buche (Fagus sylvatica), Eichen (Quercus spec.), Tanne (Abies alba) und der Gruppe von Edellaubbäumen wird zunehmen. Die Douglasie (Pseudotsuga menziesii) wurde als weitgehend angepasst an die veränderten klimatischen Verhältnisse gesehen. Bezüglich der Wahl der geeigneten waldbaulichen Anpassungsstrategien herrschte Konsens über die grundsätzliche standörtliche Eignung der heimischen Hauptbaumarten, über Verschiebungen der Baumartenanteile und eines gemischten, strukturierten und stabilen Waldes zur Reduktion und Streuung von Risiken. Unterschiedliche Vorstellungen existierten bezüglich des Anbaus von fremdländischen Baumarten, einer Verkürzung der Produktionszeiträume und der Folgen für Alt- und Totholzstrukturen. Auch in anderen Punkten zeigten sich innerhalb der beiden Interessengruppen unterschiedliche Sichtweisen. Von den Forstexperten wurde vorwiegend ein auf Anpassung an ein zukünftiges Klima ausgerichteter, "proaktiver" Waldumbau befürwortet, der sofort begonnen werden sollte. Bei den Naturschutzexperten gab es sowohl Anhänger eines schnellen und eines langsamen Waldumbaus, charakterisiert durch das Zulassen natürlicher Sukzession, bis hin zur Akzeptanz des Zusammenbruchs der heutigen Waldbestände.
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