Titel
Selektionsmöglichkeiten beim Muffelwidder dargestellt an der Hornlänge
Paralleltitel
Methods for selective hunting of Mufflon Ram, Depicted on the Basis of Horn Length
Verfasser
Erscheinungsort
Alfeld
Verlag
Erscheinungsjahr
2010
Illustrationen
5 Abb., 17 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
4354
Datensatznummer
200167910
Quelle
Abstract
Der vorliegende Beitrag bildet eine Ergänzung zum "Hornwachstum junger Muffelwidder" bis zum Jagdbarkeitsalter (FORST und HOLZ, 1-2009). Durch die mögliche dynamische Datenerhebung stellt die Widderschnecke ein ideales jagdkundliches als auch populationsgenetisches Studienobjekt dar. Eine dynamische Auswertung stützt sich nicht auf zufällige Abschussdaten, sondern kommt den Verhältnissen einer regionalen Grundgesamtheit der freien Wildbahn sehr nahe. Die in der Jugend typischen Zuwachsschwankungen der Hornlänge erschweren die Selektionsentscheidungen. Als Folge kann der zwingend hohe Jugendabschuss nur als Verdünnung und nicht als planmäßige Verbesserung des männlichen Bestandes angesehen werden. Die Ergebnisse stellen die Wahlabschusstheorie in Frage. Mit der Einführung des Stutzungspunktes aus der Populationsgenetik wird eine wissenschaftliche Methode vorgestellt, um Abschussstrategien zahlenmäßig zu formulieren und zu überprüfen. Gleichzeitig stellt die Analyse dar, welches Potenzial sich eröffnet und welche Möglichkeiten des Jagdmangements sich für die Verbesserung der Population ergeben. Die vorgeschlagene Neuerung eignet sich zur Überprüfung der Nachhaltigkeit. Der Selektionserfolg wird durch den rigorosen Abschuss spät gesetzter Lämmer und Mutterschafe wesentlich gefördert.