Titel
Über graue Kalkauenböden (Kalkpaternia) aus Hochflutlehmablagerungen der südbayerischen Urstromtäler
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1968
Illustrationen
4 Tab., 7 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
4284
Datensatznummer
200167726
Quelle
Abstract
1. In den Urstromtälern Südbayerns, der Alpenflüsse Iller, Lech, Isar, Inn, Salzach und Donau werden 29 Bodenprofile vom Typ der grauen Kalkauenböden aus rezenten flußbegleitenden Hochflutlehmablagerungen auf die vorliegenden Standorteigenschaften und Basensättigungsverhältnisse untersucht. 2. Als wesentliche Merkmale der Bodenfruchtbarkeit liegen bei allen untersuchten Profilen die Ca- und Mg-Sättigung und damit das Ca : Mg-Verhältnis annähernd im idealen Bereich. Ein größeres Sättigungsdefizit ist bei allen Böden in der K- und Na-Sättigung gegeben. Der K2O-Fehlbetrag liegt je nach AK und vorhandenem austauschbaren K bei 2,9 bis 38,9 dz/ha. 3. Nachdem ein Ca- und Mg-Bedarf nicht besteht, können die Basensättigungsverhältnisse nur über einen Ausgleich des K-Fehlbetrages verbessert werden. 4. Die unter Auwaldnutzung stehenden grauen Kalkauenböden eignen sich bei den vorliegenden Standort- und Basensättigungsverhältnissen und bei entsprechender Zufuhr an Kalium vorwiegend für eine Ackernutzung. Für eine Auwaldnutzung sind die standortlichen Voraussetzungen infolge Grundwassersenkung nicht mehr gegeben. Eine erfolgreiche Grünlandnutzung ist nur bei Jahresniederschlägen über 900 mm möglich.