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  • Titel
    EU-Förderung von Naturschutz im Wald - der ELER-Fonds und alternative Finanzierungsquellen am Beispiel von Mecklenburg-Vorpommern
  • Paralleltitel
    EU-Funding of Forest Nature Conservation - EAFRD-Fund and Alternative Funding
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Berlin
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2010
  • Illustrationen
    3 Abb., 5 Tab., 10 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8541
  • Datensatznummer
    200165852
  • Quelle
  • Abstract
    Der vorliegende Beitrag beleuchtet Möglichkeiten der Förderung von Naturschutzvorhaben im Wald, im Besonderen unter dem Fördertitel Waldumweltmaßnahmen des ELER-Fonds. Einführend werden die aktuelle Förderlandschaft und das Mehrebenensystem der Förderung der Europäischen Union skizziert und der ELER-Fonds in die Gemeinsame Agrarpolitik eingeordnet. Auf jeder der Ebenen erfolgt eine Einführung in die in Deutschland bestehenden Regelwerke. Für den Fördertitel Waldumweltmaßnahmen werden die Details der Förderung herausgearbeitet. Weitere für den Waldnaturschutz relevante ELER-Fördertitel sowie Möglichkeiten zur Finanzierung von Waldnaturschutzprojekten außerhalb des ELER-Fonds werden aufgezeigt. Die theoretischen Ausführungen werden am Beispiel von Mecklenburg-Vorpommern illustriert: Das Entwicklungsprogramm wird kurz zusammengefasst und die Förderung von Waldumweltmaßnahmen ausführlich dargestellt. Die für Antragsteller relevante Landesförderrichtlinie wird im Sinne eines Handlungsleitfadens für potenzielle Antragsteller aufbereitet. Im Ergebnis wird festgestellt, dass die außer dem ELER betrachteten Finanzierungsinstrumente der EU keine Breitenwirkung für den Waldnaturschutz haben. Der ELER-Fonds selbst ist innerhalb der Gemeinsamen Agrarpolitik und gegenüber den Strukturfonds mit relativ geringen Mitteln ausgestattet. Waldumweltmaßnahmen sind in Deutschland nicht auf nationaler Ebene kofinanzierbar und werden von nur sechs Ländern angeboten. Die tatsächliche Antragstellung ist in zweien dieser sechs Länder aus verwaltungstechnischen Gründen noch Anfang 2010 nicht möglich. Das Antragsverfahren ist kompliziert, die Auflagen der EU sind hoch und bergen schwer kalkulierbare Risiken für Waldbesitzer. Die Höhe der Fördersätze kompensiert dies nicht. Von den alternativen Fördertiteln für Waldnaturschutzvorhaben werden zwei von fast allen Bundesländern programmiert; allerdings sind diese sehr breit und ermöglichen Waldnaturschutz nur als eine von vielen Teilmaßnahmen.