Titel
Weiserflächen der Forsteinrichtung, standortbezogene ertragskundliche Auswertung von Fichtenflächen für die Praxis
Verfasser
Erscheinungsjahr
1978
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
621
Datensatznummer
200165810
Quelle
Abstract
Die Auswertung von langfristig kontrollierten Fichten-Weiserflächen bestätigt die schon in vorangegangenen Untersuchungen gestgestellt hohe Ertragsleistung der Fichte der mittleren und vor allem besseren Standortgruppe von drei differenzierten Standortgruppierungen. Die Basis der verwandten Wiedemann'schen Tafeln wird offensichtlich z.T. erheblich überschritten. Auf den günstigen Standorten entspricht das Ertragsniveau nachhaltig dem 0-Tarif der Tafel Assmann-Franz. Standräumlich zeichnen sich Grenzen eines vollen Zuwachs versprechenden Produktionsrahmen ab, die auch aus praktischen Erwägungen durch die Stammzahlführung gekennzeichnet werden. Mit Hilfe von langfristigen 0-Flächen kann eine kritische maximale Stammzahlführung geringer Durchmesserleistung fixiert werden, von der ein Risikoabstand eingehalten werden muß. Sie ist zugleich kritische ökologische Grenze. Sie gibt einen Anhalt, wann nicht nur durchforstet werden kann, sondern gespflegt werden muß. Ebenso können Hinweise für die kritische minimale Stammzahlführung relativ hoher Durchmesserleistung gegeben werden. Stark durchforstete Weiserbestände deuten im Verhältnis zu schwächer durchforsteten Beständen im Zusammenspiel der Ertragsfaktoren darauf hin, daß ein eingetretenes Defizit an Stämmen vom Zuwachs des verbleibenden Bestandes nicht aufgefrangen, eine kritische, ökonomische Grenze unterschritten und damit die potentiellen Standortsmöglichkeiten nicht mehr voll genutzt werden.