Titel
Quantifizierung des Risikos für Nitrataustrag aus brandenburgischen Waldökosystemen auf der Grundlage chemischer Oberbodeneigenschaften
Verfasser
Erscheinungsort
Eberswalde
Verlag
Erscheinungsjahr
2009
Illustrationen
8 Abb., 2 Tab., 19 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
14039
Datensatznummer
200161928
Quelle
Abstract
Die im Rahmen der zweiten bundesweiten Bodenzustandserhebung
(BZE-2) ermittelten Nitratkonzentrationen sind Beleg für eine Stickstoffbelastung der brandenburgischen Waldökosysteme von regional unterschiedlichem Ausmaß. Nitratgehalte unterhalb des Wurzelraumes von weniger als 2,5 mg l-1, wie sie typisch wären für unbeeinflusste, natürliche Waldstandorte, treten nur auf einer Minderheit der Standorte auf (14 % der BZE-Stichprobe). Auf Grund der klimabedingt relativ geringen Sickerwassermengen spiegeln die unter Zuhilfenahme eines Wasserhaushaltsmodells berechneten Stickstoffauswaschungsraten diese Belastung nur in abgeschwächter Form wider. Die Beziehung zwischen Nitratkonzentration und -auswaschung verdeutlicht, dass unter den brandenburgischen Klimaverhältnissen ein Überangebot an Stickstoff bereits bei niedrigeren N-Austrägen vorliegen dürfte, als dies z. B. auf Mittelgebirgsstandorten mit weitaus höheren Sickerwasserraten der Fall ist. Im vorliegenden Beitrag wurde der Zustand einer Stickstoffbelastung an Nitratkonzentrationen im Unterboden > 10 mg l-1 sowie an Stickstoffausträgen > 4 kg ha-1a-1 festgemacht. Ein erhöhtes Risiko für Stickstoffbelastung (Eintrittswahrscheinlichkeit > 50 %) ergibt sich dann anhand der dargestellten Risikoanalyse für ca. 25 % der grundwasserfernen BZE-Standorte; ein besonders hohes Risiko (Wahrscheinlichkeit > 80 %) besteht bei ca. 6 % dieser Stichprobe.