Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Aktuelle Waldschutzprobleme und Risikomanagement in Brandenburgs Wäldern
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Eberswalde
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2009
  • Illustrationen
    14 Abb., 37 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14039
  • Datensatznummer
    200161915
  • Quelle
  • Abstract
    Die Anforderungen an das Risikomanagement des Waldschutzes werden in Zukunft steigen. So erfordert beispielsweise die Zunahme von Befallsintensität, -fläche und -frequenz beim Eichenprozessionsspinner eine neue Bewertung dieses Schadinsekts und damit eine angepasste, verbesserte Überwachung und Prognose, die umfangreiche Untersuchungen voraussetzt. Genannt wurde die mit erwartungsgemäß steigender Artzahl aufwendiger werdende Überwachung der Quarantäneschädlinge. Eine sich verändernde Pathogenität von Pilzen und neue Komplexkrankheiten vergrößern die Vielfalt der Waldschutzprobleme und offenbaren auch einen steigenden Bedarf an Spezialisten. Unter den Voraussetzungen einer Zunahme von Witterungsextremen und der eingeschränkten Möglichkeit, diese vorherzusagen, wird die Einschätzungeiner Bestandesgefährdung bei großflächigem Befall schwieriger. Unter keinen Umständen sollte deshalb in Zukunft eine Einschränkung des Waldschutz-Monitorings aus kurzfristig bewerteten ökonomischen Gründen erfolgen. Damit würde einer fundierten Prognose, die heute sowohl ökonomischen als auch ökologischen Ansprüchen gerecht werden muss, jegliche Basis entzogen. In jedem Fall gewinnt die Notwendigkeit umfangreicher stabilisierender Waldumbau-Maßnahmen in gefährdeten Wäldern stetig an Bedeutung. Aktuelle Einschätzungen, dass sich eine Häufung von "Dürresommern", wie für große Teile Ostdeutschlands prognostiziert, negativ auf die Biodiversität in Wäldern und damit deren Stabilität auswirken wird (ARCHAUX und WOLTERS 2006), unterstreichen das.