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  • Titel
    Bodenheterogenität als Indikator von Naturnähe? : 1. Bewertung der Natürlichkeit anhand verschiedener Kompartimente und Diversitätsebenen unter besonderer Berücksichtigung des Bodens (Literaturstudie)
  • Paralleltitel
    Soil heterogeinity as an indicator of naturalness? 1. Evaluation of naturalness on different compartments and levels of diversity, especially in regard to soil (Review article)
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Remagen-Oberwinter
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2009
  • Illustrationen
    1 Abb., 2 Tab., zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    15369
  • Datensatznummer
    200161500
  • Quelle
  • Abstract
    Die Literaturstudie befasst sich mit Bewertungsmöglichkeiten der Natürlichkeit von Ökosystemen anhand biotischer und abiotischer Merkmale verschiedener Kompartimente. Schwerpunktmäßig wird die Indikatoreignung des Bodens berücksichtigt. Es wird festgestellt, dass durch die meisten Untersuchungsansätze nur der aktuelle Zustand der Ökosystemkompartimente oder ihre Beziehungen untereinander und damit der Hemorobiegrad des Systems (des Bestandes) abgeschätzt werden können. Demgegenüber ist die Analyse von Bodeneigenschaften geeignet, die Natürlichkeit auch in historischer Perspektive, also die Naturnähe i. e. S., festzustellen. Vor dem Hintergrund des mehrstufigen biologischen Diversitätskonzeptes von Whittaker (1972) wird der Frage nachgegangen, ob sich im Hinblick auf die einzelnen Kompartimente (1) das Auftreten spezifischer Merkmale (Merkmalsprasenz), (2) die Intensität, Menge, Abundanz (Merkmalsausprägung), (3) die Variabilität des Merkmals (ı¿-Ebene) und (4) die räumliche Heterogenität bzw. Verteilung des Merkmals (ıÀ-Ebene) zur Bewertung von Natürlichkeit eignen. Die genetische Variabilität der bestandesbildenden Baumart kann ein Merkmal fur Naturnähe und Autochthonie sein, wenn die jeweilige Populationsbiologie berucksichtigt wird. In der Literatur werden tierische und pilzliche Urwaldzeigerarten beschrieben, wahrend sich einzelne Gefässpflanzen sowie die Artenanzahl (ı¿-Diversitat) von Pflanzen, Pilzen und Tieren nicht zur Indikation eignen. Eine geklumpte Verteilung biologischer Arten (ıÀ-Diversitat) innerhalb des Ökosystems stellt ein gutes Natürlichkeitskriterium dar. Bei den Kompartimenten Bestandesstruktur und Boden konnen sehr viele Merkmale verschiedener Hierarchieebenen herangezogen werden, um Natürlichkeit abzuschätzen. Da Bodendiversität und -heterogenität i. d. R. verschiedene Ursachen haben, werden diese in ihrem Bezug zu Naturnähe bzw. Hemerobie erläutert.