Titel
Le retrait et le gonflement du bois
Paralleltitel
Das Schwinden und Quellen des Holzes
Verfasser
Erscheinungsort
Zürich
Verlag
Erscheinungsjahr
1953
Illustrationen
5 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
629
Datensatznummer
200161448
Quelle
Abstract
Es wurde versucht, die heute noch aktuelle Frage des Schwindens und Quellens des Holzes vom theoretischen Standpunkt aus zu betrachten. Nach einem kurzen Überblick über die wichtigsten praktischen Erkenntnisse wurden einige Einzelfragen behandelt. Wie nimmt trockenes Holz Feuchtigkeit auf? Nach Hermans beruht diese Feuchtigkeitsaufnahme auf dem Adsorptionsvermögen der ungesättigten Hyroxylgruppen der Zellulose. Kollmann spricht von Chemosorption, Adsorption und Kapillarkondensation. Tarkow ersetzt die Kapillarkondensation durch eine multimolekulare Adsorption. Die Frage nach den Ursachen der Quellung führt zu verschiedenen Problemen, wie zum Beispiel dem mizellaren Aufbau der Zellwand oder zum Problem der Volumenkontraktion. Sehr umstritten ist der Begriff der Fasersättigung. Die Theorien von Trendelenburg, Kollmann, Wilson, Mitra und Greenhil werden miteinander verglichen. Auch der Versuch, die Schwindelanisotropie zu erklären, ist oft unternommen worden. Mörath und Vintila suchen ihre Ursache im mikroskopischen Aufbau, Bailey, Vestal und Trendelenburg in der Neigung der Mizellspiralen. Frey-Wyßling erwähnt die Dickenunterschiede der Mittelschicht in tangentialer und radialer Richtung. Nördlinger, Clarke und Perelgyn untersuchen den Einfluß der Markstrahlen. Kisser sucht eine Parallele zwischen der Schwindanisotropie und dem Verholzungsgrad der einzelnen Aufbauelemente des Holzes, während Keylwerth die Schindanisotropie der Anisotropie des Verformungsmaßes zuschreibt. Schließlich wird das Längsschwinden im Lichte dieser verschiedenen Theorien kurz behandelt. Aus diesem Artikel läßt sich schließen, daß unser Wissen in der Frage nach den Ursachen des Schwindens und Quellens des Holzes noch ziemlich lückenhaft ist.