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  • Titel
    Verfahren und Konzepte für ein nachhaltiges Biotopmanagement von Offenlandlebensräumen außerhalb von landwirtschaftlichen Nutzflächen
  • Paralleltitel
    Sustainable management of open countryside habitats outside of agricultural areas
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Bonn
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2009
  • Illustrationen
    4 Abb., 35 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    15101
  • Datensatznummer
    200160650
  • Quelle
  • Abstract
    Die hier dokumentierte Tagung hat gezeigt, dass es zur Offenhaltung von Landschaften bzw. zum Management von Offenlandbiotopen auch außerhalb der direkten landwirtschaftlichen Nutzungen bzw. der klassischen Ansätze der Landschaftspflege Verfahren gibt, die geeignet sind, die naturschutzfachlichen Ziele zu erreichen. Vier dieser Ansätze (Redynamisierung von Gewässerlebensräumen, Beweidung mit Wildtieren und "nicht gehaltenen" Nutztieren, Feuermanagement und Einsatz von massiven mechanischen Störungen) wurden im Rahmen der Veranstaltung einer näheren Betrachtung unterzogen. Alle scheinen, in Abhängigkeit von den Ausgangs- und Rahmenbedingungen, die nötige fachliche Eignung zu besitzen. Dessen ungeachtet besteht im Hinblick auf ihre langfristige Wirksamkeit teilweise noch Erprobungs-, Forschungs- oder Erfolgskontrollbedarf. Da die genannten Verfahren jedoch teilweise relativ stark in die Biotope eingreifen (mechanische Verfahren) oder alte, eigentlich untersagte Verfahren der Landnutzung wieder aufgreifen (Feuer), ist ihre Akzeptanz in der Öffentlichkeit, aber auch im Naturschutz teilweise gering. Auf der anderen Seite werden Verfahren, bei denen große Pflanzenfresser eingesetzt werden, oft problemlos akzeptiert oder bilden sogar einen Attraktionspunkt für Erholungssuchende und Touristen. Insgesamt scheint es geboten, die Öffentlichkeitsarbeit zu allen Methoden zu verstärken. Aus Sicht des Bundesamtes für Naturschutz sind darüber hinaus neue Wege bei der Finanzierung der dauerhaften Folgepflege bzw. Unterhaltung von auf diese Art gemanagten Flächen zu suchen. Natur- und Umweltstiftungen, aber auch projektgebundenen Stiftungsfonds, die zu Beginn eines Naturschutzprojektes eingerichtet werden, können hier in Zukunft eine zentrale Rolle bei der dauerhaften finanziellen Absicherung von Naturmanagementmaßnahmen einnehmen.