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  • Titel
    Untersuchungen zum Keimungsverhalten seltener und gefährdeter Pflanzenarten von Bergwiesen des Osterzgebirges
  • Paralleltitel
    Seed germination ecology of rare and threatened species of mountain meadows
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Alfeld
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2009
  • Illustrationen
    4 Abb., 2 Tab., 50 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2754
  • Datensatznummer
    200160302
  • Quelle
  • Abstract
    Der Fortbestand und die Ausbreitung seltener und gefährdeter Arten in kleinen und häufig isolierten Populationen bedürfen in der Regel einer generativen Verjüngung. Dabei spielt das Keimungsverhalten eine bedeutende Rolle um Reproduktionsmechanismen zu verstehen. Dies betrifft einerseits die Regeneration in bestehenden Populationen. Andererseits sind Kenntnisse der Keimungsbiologie bei dem Ausbringen von Diasporenmaterial zur Begründung neuer Bestände bedeutend An drei Arten erzgebirgischer Bergwiesen -Arnica montana, Iris sibirica und Primula veris- wurden Keimungsversuche ex situ und unter halbnatürlichen Bedingungen durchgeführt. Zur Bestimmung der Lebensdauer der Samenbank und von Dormanz-zyklen dieser Arten wurden Vergrabungsversuche durchgeführt. Damit sollte die Reaktion der Arten auf Licht, Temperatur und das mögliche Vorhandensein einer Dormanz untersucht werden. Die untersuchten Arten zeigen ein hohes generatives Regenerationspotenzial mit einer hohen Rate der Lebensfähigkeit der Samen sowie hohen Keimungsraten. Dabei besetzen sie verschiedene Zeitfenster bei Keimung im Jahresverlauf. Die Achänen von Arnica montana sind sofort keimungsfähig, d. h., sie unterliegen keiner Dormanz, sodass die Samen einer Vegetationsperiode nach einem Jahr aufgebraucht sind. Der Schwerpunkt der Keimung von Primula veris liegt im Frühling, was der Art einen Wachstumsvorsprung gegenüber konkurrierenden Arten bietet. Vermutlich liegt eine Dormanz der Samen vor, die das Auflaufen der Samen im Herbst weitgehend verhindert und den Aufbau einer Samenbank, die zumindest mittelfristig ist, ermöglicht. Iris sibirica läuft im späten Frühjahr oder im Frühsommer auf. Die zumindest teilweise vorliegende und vermutlich zyklisch verlaufende Dormanz und die Lichtbedürftigkeit zur Keimung ermöglichen den Aufbau einer mindestens mittelfristigen Samenbank.