Titel
Möglichkeiten der Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes im Kontext von Klimawandel und Biomasseanbau
Paralleltitel
Stabilising the landscape water balance in the context of
climate change and the cultivation of energy crops
Verfasser
Erscheinungsort
Berlin
Verlag
Erscheinungsjahr
2009
Illustrationen
4 Abb., 6 Tab., 37 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
8541
Datensatznummer
200160140
Quelle
Abstract
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den Wirkungen des Anbaus von Biomasse zur energetischen Verwertung auf den regionalen Wasserhaushalt auseinander und geht der Frage nach der Möglichkeit eines nachhaltigen Anbaus auch unter Bedingungen des Klimawandels nach. Die Untersuchungen beziehen sich dabei auf die Region Uckermark-Barnim, die durch die gleichnamigen Landkreise im Nordosten Brandenburgs gebildet wird. Im Zusammenhang mit der Charakteristik des Untersuchungsraumes wird dabei vor allem auf den Klimawandel, den Biomasseanbau und die Ziele der Region eingegangen. Im nächsten Schritt werden der momentane Zustand des Wasserhaushalts und die Auswirkungen des Klimawandels und des Biomasseanbaus auf selbigen näher untersucht. Für die Wirkung des Biomasseanbaus erfolgt der Vergleich konkreter Kulturen. Auf Grundlage dieser Vorbetrachtungen werden dann Zukunftsszenarien beschrieben, aus denen schließlich eine Handlungsvariante, die an die Ziele der Region angepasst ist, diskutiert wird. Im Ergebnis der Arbeit wird festgestellt, dass es auch unter den Bedingungen des Klimawandels einen für den Wasserhaushalt nachhaltigen Biomasseanbau geben kann. Durch den Waldumbau, die Nutzung angepasster Kulturen und Fruchtfolgen in der Agrarwirtschaft und einen vermehrten Wasserrückhalt in der gesamten Region bestehen vielfältige Handlungsmöglichkeiten, den Grundwasserstand konstant zu halten. Unter den Bedingungen eines solchen nachhaltigen Biomasseanbaus sind jedoch keine großen Ertragssteigerungen zukünftig möglich. Um den Anteil erneuerbarer Energien weiter auszubauen, muss demnach verstärkt auch auf andere Energieformen gesetzt werden. Die Vereinbarkeit des Biomasseanbaus mit anderen Zielen der Region, wie dem Naturschutz, wird auch in Zukunft eine große Herausforderung bleiben und Kompromissbereitschaft von Seiten aller Akteure fordern. Um künftig konkretere Aussagen treffen zu können, muss die Wirkung einzelner Kulturen und ganzer Fruchtfolgen auf verschiedenen Standorten durch umfangreiche Versuchsreihen erforscht werden. Erst mit diesen Daten kann man quantifizierte Aussagen treffen und geeignete Maßnahmen planen.