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  • Titel
    Klimatische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Wasserversorgung in der Oststeiermark
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2008
  • Illustrationen
    6 Abb., 14 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    16248
  • Datensatznummer
    200159975
  • Quelle
  • Abstract
    Tendenzielle Rückgänge der Niederschläge und der tendenzielle Anstieg der Lufttemperaturen vor allem im Zentralbereich des oststeirischen Hügellandes seit Beginn der 1990er-Jahre, haben dazu geführt, dass der überwiegende Teil der kommunalen Wasserversorger im extremen Trockenjahr 2003 die Versorgungsgrenzen erreichte. Aufgrund der vergleichsweise ungünstigen hydrogeologischen Verhältnisse waren viele Hausbrunnen nicht mehr in der Lage, die betroffenen Anwesen zu versorgen und die Anschlussdichten stiegen stark an. Bei Eintreten der Klimaszenarien für die Oststeiermark für die 2040er-Jahre (Gobiet & Truhetz, 2004) würde sich die Grundwasserneubildung in Abhängigkeit von Boden und Landnutzungsverhältnissen mehr oder weniger deutlich stark reduzieren. Die zu erwartenden höheren Temperaturen und die zusätzlichen Personen, deren privaten Hausbrunnen und Quellen nicht mehr in der Lage sein werden, den Wasserbedarf das ganze Jahr über abzudecken, werden zu einem weiteren Anstieg der Anschlussdichten führen. Aufgrund vorliegender grundwasserhydrologischer Untersuchungen im Bereich Quellwasser im Bergland, Tiefengrundwasser und im Bereich Porengrundwasser sind im Untersuchungsgebiet keine größeren zusätzlichen Wasserressourcen vorhanden. Wenn es aufgrund von Wasserengpässen auch nur für zwei Wochen zu einem Produktionsausfall (bzw. Ausbleiben von Gästenächtigungen) kommen würde, würde der ökonomische Schaden rund 40 Mio. Œ betragen (F. Prettenthaler in Prettenthaler & Dalla-Via, 2007). Das Einsparungspotenzial mittels erhöhter Wasserpreise bzw. mittels Wasserspartechnologien erscheint zum einen nicht sinnvoll bzw. nicht ausreichend. Aus oben genannten Gründen wird die inzwischen laufende Errichtung einer Wassertransportleitung zur externen Versorgung der Oststeiermark und die weitere Vernetzung von Wasserversorgern als sehr sinnvoll erachtet.