Titel
Buchenholz als Rohstoff für die Papier- und Zelluloseindustrie
Paralleltitel
Le bois de hêtre, matière première pour l'industrie de la cellulose et du papier
Verfasser
Erscheinungsort
Zürich
Verlag
Erscheinungsjahr
1965
Illustrationen
9 Abb.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
629
Datensatznummer
200159104
Quelle
Abstract
Der ständig steigende Bedarf an Zellulosefasern zur Herstellung von Papier, Kunstseide, Zellwolle, Kunststoffe usw. zwingt dazu, die Rohstoffbasis zu verbreitern. Die bisher üblicherweise verwendeten Hölzer (Fichte, Tanne, Kiefer) werden durch geeignete Laubhölzer ergänzt. In der Schweiz kommt hierfür vor allem Rotbuche in Frage. Anfänglich machten bei deren Verarbeitung in Zellulosefabriken hauptsächlich morphologisch bedingte Sonderheiten (eingewachsene schwarze Äste) große Schwierigkeiten. Durch verbesserte Sortier- und Bleichverfahren können diese heute weitgehend beherrscht werden. Bedingt durch den Charakter der Buchenfasern müssen aber während des Fabrikationsvorganges große Materialverluste in Kauf genommen werden. Dies reduziert die Ausbeute und führt zu zusätzlichen Abwasserschwierigkeiten. Der Buchenzellstoff wurde wegen seiner kurzen Fasern von der traditionsgebundenen Papierindustrie nur zögernd akzeptiert. Durch eine kluge Preispolitik der schweizerischen Holzproduzenten war es aber möglich, die Kosten von Buchenzellulose zu senken und dadurch die Kauflust der Papiererzeuger anzuregen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Holzerzeugern und Holzverbrauchern kann diese erfreuliche Entwicklung weiterhin stimulieren.