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  • Titel
    Osservazioni morfo-biologiche sulle provenienze de castagno giapponese coltivate in Italia
  • Paralleltitel
    Morpho-biologische Beobachtungen über die in Italien kultivierten japanischen Kastanien
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1957
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    629
  • Datensatznummer
    200158237
  • Quelle
  • Abstract
    Der Verfasser berichtet über die Ergebnisse seiner Untersuchungen an insgesamt 373 23- bis 27jährigen Kastanien, für die seinerzeit das Saatgut direkt aus Japan bezogen wurde und dann in 5 Versuchsgärten zur Aussaat kam. Nach morphologisch-biologischen Gesichtspunkten lassen sich nunmehr aus dem daraus hervorgegangenen Material - trotz großer Variationsbreite im einzelnen - 2 eigene Kastanienrassen unterscheiden. Die eine davon kann in die Art C. crenata eingereiht werden, während sich für die andere (in letzter Zeit gelgentlich als C. koraiensis oder auch als Hybride C. crenata/mollissima klassifiziert) eine solche Zuordnung noch nicht mit endgültiger Sicherheit vornehmen lässt. Die erstere jedenfalls wächst, mit verhältnismäßig geringem Zuwachs, breitastig auf, leidet unter dichtem Schluss und besonders unter Frühfrösten; ihre Früchte sind aber sehr schmackhaft und süß, so dass sie sich auch für die Süßwarenindustrie eignen würden. Die letztere ist weniger anspruchsvoll, sowohl was das Klima wie die Güte des Standorts anbelangt, formt einen schlanken Stamm mit relativ wenig Astwerk aus und leistet auch in dichtem Schluss einen Zuwachs, welcher sich mit denjenigen der einheimischen C. sativa durchaus messen kann; sie liefert aber weniger schmackhafte und weniger süße Früchte. Beide Rassen werden vom Kastanienkrebs (Endothia parasitica) befallen und erweisen bis anhin sehr unterschiedliche Resistenzgrade. Der Verfasser hält es aber für sicher, aus ihnen künftig, durch fortgesetzte Beobachtung oder selektive Züchtung, Endothia-immune Typen zu erhalten. Unter den Gesichtspunkten der vorgenommenen Untersuchungen ist die eine wie die andere Rasse für den Anbau in Italien geeignet: die erstere in mildem Klima und als Fruchtbaum; die letztere, weniger anspruchsvolle, als Holzlieferant und eigentlicher Waldbaum.