Titel
Bodenverbesserungsversuche : Vorläufige Ergebnisse der Versuche im Stadtwald Zofingen
Verfasser
Erscheinungsort
Birmensdorf
Verlag
Erscheinungsjahr
1938
Illustrationen
11 Abb., 57 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
1265
Datensatznummer
200157861
Quelle
Abstract
Im Unterwald der Stadt Zofingen sind auf 30 Feldern von je 200 m^2 Fläche Versuche ausgeführt worden zur Verbesserung von an sich guten Waldböden, die aber durch Kahlschlag, landwirtschaftliche Zwischennutzung und den Anbau reiner Nadelhölzer verdorben worden sind. In einem Teil der Felder wurden im Frühjahr 1933 Moos und Rohhumus mit etwas Mineralboden aufgehackt, bei andern wurde die Moosdecke abgezogen und der Boden, soweit es die flachliegenden Fichtenwurzeln erlaubten, etwas aufgehackt. Die so oberflächlich gelockerten Felder wurden teilweise ungedüngt belassen, teilweise mit je 150 g/m^2 Moosasche, teilweise mit 500 g/m2 Kalksteinmehl (CaCO3), oder 500 g/m^2 ungelöschtem gebranntem Kalk (CaO) gedüngt. Eine Anzahl Felder wurden nach dem Vorschlag von Prof. Dr. Schädelin mit guter Walderde überstreut, wobei versuchsweise Mengen von 0,25 1, 0,5 1 und 1,0 l/m^2 Impferde verwendet worden sind. Ein großer Teil der Felder ist auch noch mit einer schwächeren Reisigdeckung versehen worden. Der ca. 60jährige Bestand, unter dem die Versuche ausgeführt worden sind, besteht fast rein aus Fichten mit einer schwachen Beimischung von Föhren, einzelnen Lärchen, Buchen und Eichen. Der Bestand war bei Beginn der Versuche noch ziemlich stark geschlossen. Er wurde 2mal mäßig durchforstet, teils, um etwas mehr Licht auf den Boden gelangen zu lassen, teils auch, um den Schluß etwas gleichartiger zu gestalten. Die lebende Bodendecke bestand zu Beginn der Versuche vorwiegend aus Hylocomiumarten, etwas Polytrichum und bescheidenen Anfängen von Sphagnum.