Titel
Ueber die Waldvegetation am Südostrand des schweizerischen Mittellandes
Verfasser
Erscheinungsort
Birmensdorf
Verlag
Erscheinungsjahr
1947
Illustrationen
11 Abb., 5 Tab., 85 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
1265
Datensatznummer
200157784
Quelle
Abstract
Ein geographisch einheitliches Gebiet, das vor allem durch einheitliches Allgemeinklima ausgezeidinet ist, wird im Naturzustand von einer bestimmten Klimax-Pflanzengesellschaft beherrscht. Leichte und mäßige Verschiedenheiten der Geländegestalt, des Lokalklimas und des Muttergesteines innerhalb dieses Gebietes bewirken entsprechende Modifikationen der Klimaxgesellsdiaft. Klimaxgesellschaften treten deshalb in zahlreichen Subassoziationen auf, die zusammen jeweils einen Klimaxschwarm bilden. Den Herrschaftsbereich eines Klimaxschwarmes nennt man ein Klimaxgebiet. Durch Abgrenzung der Klimaxgebiete läßt sich ein ausgezeichneter Ueberblick über die Vegetation eines Landes gewinnen. Man vergleiche die ersten derartigen Darstellungen von Braun-Blanquet (L'origine et le developpement des flores dans le Massif Central de France, Fig.1 [1923] sowie 8, Fig. 1 [1926]), Die Hügelstufe des schweizerischen Mittellandes ist das Klimaxgebiet der Eichen-Hainbuchenwälder (Querceto-Carpinetum). Die anschließende Bergstufe ist das Klimaxgebiet der Buchenwälder ( F agetum silvaticae).. Die Kartenbeilage (Bild 10) zeigt den Gebietsaussdinitt, in weldiem die Grenze dieser beiden Klimaxgebiete genau festgestellt wurde (Originalaufnahmen 1:25 000). Im ersten Abschnitt der Arbeit wird der Allgemeinstandort beider Klimaxgebiete erörtert. Die Gesellschaften eines Klimaxschwarmes vermögen nicht die ganze Fläche des betreffenden Klimaxgebietes zu besiedeln. Wo Geländegestalt, Lokalklima oder Muttergestein sehr stark von den durchschnittliehen Verhältnissen abweichen, endet die Vegetationsentwicklung mit Dauergesellschaften (welchen aber Sukzessionstendenz zur Klimaxgesellschaft innewohnt). Endlich gibt es noch Flächen, auf welchen sich die Vegetation in Entwicklung befindet, welche von Stadien rezenter Sukzessionen besiedelt werden. Im Naturzustand würden solche Sukzessionsstadien einen geringen Teil der Landesfläche einnehmen. Dem Begriff der rezenten Sukzession wird jener der säkularen Sukzession gegenübergestellt.