Titel
Sturmaktivität über der nordatlantisch-europäischen Region vor dem Hintergrund des Klimawandels - eine Literaturübersicht
Paralleltitel
Storminess over the North-Atlantic European region under climate change - a review = Activite de tempete dans la zone europeenne de l'Atlantique nord sur fond de changement climatique - revue de litterature
Verfasser
Erscheinungsort
Frankfurt am Main
Verlag
Erscheinungsjahr
2009
Illustrationen
1 Abb., 2 Tab., zahlr. Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
621
Datensatznummer
200157515
Quelle
Abstract
Die vorliegende Literaturstudie arbeitet aktuelle meteorologische Erkenntnisse zu den Änderungen der Sturmhäufigkeit und -intensität vor dem Hintergrund des Klimawandels für die nordatlantisch-europäische Region auf. Dafür wurden sowohl retrospektive Untersuchungen als auch die Zukunft betreffende Simulationsstudien zur Sturmaktivität betrachtet. Allgemein zeigt sich, dass Untersuchungen zur Entwicklung der Sturmaktivität im Vergleich zu bodennaher Lufttemperatur, atmosphärischer C02-Konzentration und Niederschlag von überdurchschnittlich hoher Unsicherheit gekennzeichnet sind. Große interne Schwankungen der Sturmaktivität sind für das Klima der nordatlantisch-europäischen Region charakteristisch und natürlich. Ein kausaler Zusammenhang zwischen anthropogenen Klimaänderungen und Änderungen der Sturmaktivität in der nordatlantisch-europäischen Region konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Die Analyse des Sturmgeschehens bis heute zeigt widersprüchliche Ergebnisse ohne deutliche Änderungen zugunsten eines positiven oder negativen signifikanten Trends. Ebenso widersprüchlich sind die Ergebnisse für die Projektion von Stürmen unter Klimawandelbedingungen des ausgehenden 21. Jahrhunderts. An der größeren Anzahl an Studien mit entsprechenden Ergebnissen festgemacht, wird für die Zukunft eine leichte Tendenz hin zu einer zunehmenden Bedeutung von Winterstürmen erwartet, die mit einer Abnahme von Stürmen während der Sommermonate einhergeht. Abschließend werden Konsequenzen für die Baumartenwahl und die waldbaulichen Behandlungs- und Pflegekonzepte diskutiert.