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  • Titel
    Kohärenzsicherungsmaßnahmen für prioritäre Lebensraumtypen der FFH-Richtlinie : Am Beispiel bachbegleitender Erlenwälder in Folge von Steinkohle-Bergbau
  • Paralleltitel
    Compensatory Measures for Priority Habitats According to the Habitats Directive - The example of alluvial alder forests following hard coal mining
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Stuttgart
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2009
  • Illustrationen
    2 Tab., 15 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14217
  • Datensatznummer
    200155451
  • Quelle
  • Abstract
    Das im Norden der Stadt Bottrop gelegene Bergwerk Prosper-Haniel betreibt den untertägigen Abbau von Steinkohle. Für die Zulassung des UVP-pflichtigen Rahmenbetriebsplans von 2001 bis 2019 war eine FFH-Verträglichkeitsprüfung erforderlich. Diese ergab, dass die Bergsenkungen in einem FFH-Gebiet erhebliche Beeinträchtigungen des prioritären Lebensraumtyps 91E0 (hier: bachbegleitender Erlenwald) verursachen. Als schadensbegrenzende Maßnahme wurde das potenzielle Abbauvolumen im Vorfeld der behördlichen FFH-VP um 44 Mio.t Kohle gekürzt. Dennoch verbleiben nach Durchführung des Ausnahmeverfahrens erhebliche Beeinträchtigungen des prioritären LRT 91EO, für deren Ausgleich Kohärenzsicherungsmaßnahmen konzipiert wurden. Die Maßnahmen wurden in einer befürwortenden Stellungnanme der EU-Kommission in Art und Umfang für angemessen befunden. Die Stellungnahme wurde mit der Forderung nach einem Monitoring der Maßnahmenflächen und nach regelmäßigen Ergebnisberichten an die EU-Kommission verknüpft. Der vorliegende Beitrag erläutert die Erfordernisse und Abstimmungen im Planungsprozess und die Anforderungen an die Ausprägung der Kohärenzsicherungsmaßnahmen. Schließlich wird über die bisher positive Entwicklung der Flächen anhand der Monitoringergebnisse von 2004 (Maßnahmendurchführung), 2006 und 2008 berichtet. Diese zeigen, dass der gewünschte Erfolg durch die Kohärenzsicherungsmaßnahmen erzielt wird. Voraussichtlich wird der prioritäre LRT 9IE0 innerhalb weniger Jahrzehnte bereits signifikant ausgeprägt sein. Das zweijährige Monitoring wird voraussichtlich bis mindestens 2020 fortgesetzt.