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  • Titel
    Zur Kinematik des Bergsturzes von Vigaun (Salzburg)
  • Paralleltitel
    The landslide of Vigaun (Salzburg) and its kinematics
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1998
  • Illustrationen
    6 Abb., zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14239
  • Datensatznummer
    200153865
  • Quelle
  • Abstract
    Das Bergsturzgebiet Vigaun (Land Salzburg) samt Umfeld wurde im Maßstab 1:5000 geotechnisch detailkartiert. Begünstigende Faktoren, u. a. veränderlich feste Gesteine, spezielle tektonische Strukturen und eine glazial überstellte Talflanke haben als Ursachen für den Bergsturz Vigaun und benachbarte Massenbewegungen modellhaft zusammengewirkt. Der Abrissbereich folgt dem Bruch einer das Salzachtal WSW-ENE querenden Störungs-Schar am Nordrand der Roßfeldmulde. Eine Fortsetzung des NNW-SSE Staffelbruchsystems der Salzachtal-Querstörung nach Westen ist wahrscheinlich und wirkt an der Destabilisierung der Talflanke mit. Verknüpft mit bergsturzmechanischen Modellen folgt aus den für den Bergsturz Vigaun erfassten Daten, dass das Ereignis 50 bis 60 sec gedauert hat und eine maximale Geschwindigkeit von 220 bis 240 km/h erreicht worden ist. Als Bergsturzvolumen wurden 4,1 Mio. m3 ermittelt und 1270 m Länge der Fahrbahn sowie ca. 1 km2 von Bergsturzmassen bedecktes Areal nachgewiesen. Anhand eines Fichtenholzstücks aus dem Liegenden der Bergsturzablagerung (Hammerauterrasse) wird der Bergsturz mittels 14C-Methode jünger als 5500 v. Chr. datiert.