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  • Titel
    Der Umgang mit Böden im ökologischen Landbau
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Alfeld/Leine
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2009
  • Illustrationen
    1 Tab., zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einem BuchUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    13700
  • Datensatznummer
    200153655
  • Quelle
  • Abstract
    Innerhalb der modernen europäischen Bodenkultur ist der ökologische Landbau eine besondere Entwicklung. Diese ist aus der Bevorzugung weltanschaulicher Grundlagen entstanden, die sich von denen des agrarindustriellen Bodennutzungsmodells unterscheiden. Hierzu gehört der Bezug zu spirituellen Vorstellungen und religiösen Werten: Religiöse Verehrung der Erde und eine christlich-religiöse Auffassung der Rolle des Menschen sind ebenso Teil des inneren Bodens des Biolandbaus wie die wissenschaftliche Bevorzugung der Biologie (einschließlich Vitalismus) und Ökologie gegenüber Chemie und Ökonomie. Die Ideale der Anthroposophen und der ökologischen Landwirtschaft führten zu gemeinsamen Prinzipien und Richtlinien mit folgenden Zielen: Wertschätzung von Kreisläufen und überschaubaren, oft regionalen Wirtschaftsbeziehungen, Fokussierung auf Bodenleben, Ökosystemstabilität und Gesundheit in der Nahrungskette; verbunden mit Werten wie Selbstbestimmung, Identität und Kooperation. Unmittelbar auf den Boden wirken hier vor allem die Bemühungen um das Bodenleben und den Humusaufbau sowie der weitgehende Verzicht auf Stoffeinträge durch Nährstoffsalze und synthetische organische Verbindungen (meist Biozide) in den Boden. Der ökologische Landbau zeigt bezüglich der Bodenqualität erwiesene Vorteile gegenüber dem sogenannten konventionellen Nutzungsmodell des Bodens, ohne dass eine Idealisierung als optimal ausgereifte Bewirtschaftungsform gerechtfertigt wäre.