- TitelDie Waldbodenvegetation als Weiser für Bodenstrukturstörungen
- Verfasser
- ErscheinungsortFreiburg im Breisgau
- Verlag
- Erscheinungsjahr2009
- Illustrationen13 Abb., 1 Tab., 17 Lit. Ang.
- MaterialArtikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
- Standardsignatur14013
- Datensatznummer200153303
- Quelle
- AbstractMit der Befahrung von Waldböden ändern sich wichtige Standortseigenschaften. Ein verringertes Luftporenvolumen und geringere Porenkontinuität reduzieren den Gasaustausch zwischen Bodenluft und Atmosphäre, was zu drastischen Veränderungen in der Bodenluftzusammensetzung führt: Der Sauerstoffgehalt der Bodenluft nimmt ab, Kohlendioxid reichert sich an. Mit der Änderung dieser Standortseigenschaften sind auch Änderungen in der Bodenvegetation zu erwarten. Auf sieben Untersuchungsflächen im südlichen Niedersachsen und einer Untersuchungsfläche in Sachsen Anhalt konnte gezeigt werden, dass befahrungsbedingte Bodenstrukturstörungen zu Veränderungen in der Zusammensetzung der Waldbodenvegetation führen. Während auf alten Fahrlinien und strukturgestörten Waldböden vor allem Flatterbinse (Juncus effusus), Winkelsegge (Carex remota), Großblütiges Springkraut (Impatiens noli - tangere), Rasenschmiele (Deschampsia cespitosa) und Waldsegge (Carex sylvatica) anzutreffen sind, werden diese Bereiche vor allem von Efeu (Hedera helix), Eichenfarn (Gymnocarpium dryopteris), Haselwurz (Asarum europeum) und Kleinem Immergrün (Vinca minor) gemieden. Auch die Naturverjüngung von Rotbuche (Fagus sylvatica), Esche (Fraxinus excelsior) und Ahorn (Acer pseudoplatanus) konzentriert sich auf die ungestörten Bodenbereiche, während die Hainbuche (Carpinus betulum) auch auf strukturgestörten Böden aufläuft. Im Praxistest konnte gezeigt werden, dass alte Befahrungslinien mit Hilfe der vorgestellten "Verdichtungs-Zeigerpflanzen" gefunden und in neue Erschließungssysteme integriert werden können.
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