Titel
Betriebswirtschaftliche Bewertung von Buchenwäldern
Paralleltitel
Economic valuation of beech forests
Verfasser
Erscheinungsort
Göttingen
Verlag
Erscheinungsjahr
2008
Illustrationen
7 Abb., 29 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
15799
Datensatznummer
200151589
Quelle
Abstract
Die Baumart Buche ist beim Naturschutz hoch geschätzt, da sie auf vielen Standorten in Deutschland die potenziell natürliche Waldgesellschaft prägt. Die Forstwirtschaft verbindet mit ihr auch betriebswirtschaftliche Erwartungen, insbesondere im Zusammenhang mit einer Minderung der Bestandesrisiken, aber auch durch die Erweiterung der Sortimentspalette. Eine kritische Analyse der betriebswirtschaftlichen Ergebnisse sowohl bei Reinertragskalkulationen als auch bei Ergebnissen eines forstlichen Betriebsvergleiches zeigt im Baumartenvergleich jedoch, dass trotz der in der jüngeren Vergangenheit vergleichsweise günstigen Marktbedingungen für Buchenstammholz die Buche bis heute nachhaltig eine geringere Rentabilität - einen geringeren Reinertrag - erzielt hat als beispielsweise die Fichte und sich gerade in den letzten 2-3 Jahren die Marktverhältnisse zuungunsten der Buche entwickelt haben. Auch die deutlich größeren Risiken der Fichtenwirtschaft führen nicht zu einer Umkehr dieser Verhältnisse. Die Buche wird jedoch insbesondere auf den besser nährstoffversorgten kollinen und submontanen Standorten auch in Zukunft sehr verbreitet bleiben, nicht zuletzt wegen der Möglichkeiten sie einfach natürlich zu Risikoanfälligkeit und der durch das Buchenholz verbreiterten Sortimentspalette, die von den Forstbetrieben angeboten werden kann. Ein großflächiger Waldumbau in Richtung Buche ist nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der damit einhergehenden langfristigen Liquiditätsprobleme kritisch zu sehen. Ob und inwieweit die laufenden Klimaänderungen hier zu einer Neubewertung Anlass geben, ist an anderer Stelle zu diskutieren.