Titel
Il problema dei dissodamenti nel Cantone Ticino
Verfasser
Erscheinungsort
Zürich
Verlag
Erscheinungsjahr
1970
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
629
Datensatznummer
200151018
Quelle
Abstract
In den letzten Jahren hat man im Kanton Tessin, grösstenteils für private Bauzwecke, jährlich um die 20 Hektaren Wald gerodet, wofür nur Geldersatz geleistet wurde. Eine Begründung ist im allfälligen Bedürfnis nach Bauland nicht zu suchen, weil für Weiterentwicklung der Ortschaften fast ausnahmslos genügend ehemalige landwirtschaftliche Flächen zur Verfügung stehen. Im Gegenteil: die Rodungsbewilligungen ermöglichen oder begünstigen die Streubauweise und erschweren damit die technische und finanzielle Lösung der öffentlichen Infrastruktur. Aus dem waldbaulichen Zustand und der Ausdehnung der Tessiner Wälder ist jedoch nicht eine erleichterte Rodungspraxis abzuleiten; denn die Wälder üben trotzdem lebenswichtige und nicht unbedingt genügende Schutz-, Landschafts- und Wohlfahrtsfunktionen aus. In Zukunft ist daher eine strengere Rodungspraxis anzustreben, welche mit der geltenden Gesetzgebung, der vermehrten Bedeutung des Waldes, den Belangen des Natur- und Heimatschutzes sowie den Interessen der Orts- und Regionalplanung besser in Einklang steht.