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  • Titel
    Quantitative Bestimmung der Ligninverteilung in der pflanzlichen Zellwand
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Zürich
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1960
  • Illustrationen
    13 Abb., 11 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    629
  • Datensatznummer
    200150962
  • Quelle
  • Abstract
    Zum Studium der Ligninverteilung in der verholzten Zellwand ist bisher vor allem die UV-Absorption benützt worden. In der vorliegenden Arbeit haben wir zeigen können, daß hiefür auch die Eigenfluoreszenz des Lignins verwendet werden kann. Da fluoreszenzmikroskopische Untersuchungen relativ einfach und überall durchführbar sind, kann diese Methode der Ligninbestimmung von einiger praktischer Bedeutung sein. Unsere Untersuchungen haben wir an der Jutefaser durchgeführt. Messungen an Faserbündeln und vergleichende Untersuchungen mit Hilfe der UV-Absorption an Querschnitten ergaben Proportionalität zwischen Ligninmenge pro Flächeneinheit und Fluoreszenzintensität. Aus dem photographisch bestimmten Intensitätsverlauf in der Zellwand kann deshalb auf die relative Ligninverteilung geschlossen werden. Verschiedene Faktoren, wie Schnittdicke, numerische Apertur des Objektivs und Lichtbeugung müssen hierbei berücksichtigt werden. Für die Jutefaser erhielten wir folgendes Resultat: Der Ligningehalt innerhalb der Sekundärwand ist überall annähernd gleich; in der Mittelschicht (Mittellamelle plus Primärwand) steigt er auf den doppelten Wert an. Die Untersuchung der UV-Absorption bei 280 mμ führte zum gleichen Ergebnis. Mit Hilfe der UV-Absorption können absolute Ligninbestimmungen in der Zellwand gemacht werden. Wird an der gleichen Präparatstelle die Zellwandmasse interferenzmikroskopisch gemessen, so läßt sich daraus der Verholzungsgrad berechnen. In der Jutefaser erhielten wir für die Mittelschicht 7,3 % und für die Sekundärwand 3,4 % durchschnittlichen Ligningehalt.