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  • Titel
    Die Kastanie im Engadin – oder was halten Baumarten von modellierten Potenzialgebieten?
  • Paralleltitel
    Chestnut in the Engadine – what do tree species think about model predictions? = Le chataignier de l'Engadine - ou que pensent les essences forestieres de la vegetation potentielle modelisee?
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Zürich
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2008
  • Illustrationen
    5 Abb., 1 Tab., 46 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    629
  • Datensatznummer
    200150911
  • Quelle
  • Abstract
    Gemäss den Klimamodellen des IPCC sind starke Veränderungen im Klima zu erwarten. Wir stellen statistische Potenzialmodelle für Baumarten und dynamische Waldsukzessionsmodelle vor, weil diese Ansätze für die Abschätzung der Auswirkungen auf die Verbreitung von Baumarten in der Schweiz und für forstliche Entscheidungshilfen von Nutzen sind. Die Grundlagen, Annahmen sowie die Vor- und Nachteile der beiden Ansätze werden erläutert. Wir geben sodann einen Überblick über die Ergebnisse, welche mit solchen Modellen für die Wälder der Schweiz erarbeitet wurden, und diskutieren den sinnvollen Umgang mit solchen Resultaten. Wir sind der Meinung, dass Modelle eine wichtige Grundlage für die Entscheidungsfindung sind angesichts der hohen Unsicherheit bezüglich des zukünftigen Klimas. Modelle stellen aber kein genaues Abbild der Realität dar, was eine Plausibilisierung ihrer Resultate bedingt. Sensitivitätsanalysen und ein kritischer Abgleich der Modellergebnisse mit Daten und Kenntnissen aus den heutigen Wäldern sowie lange Datenreihen aus der Vergangenheit (z.B. ertragskundliche Versuchsflächen, Waldreservate, Paläoökologie) sind in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Der Dialog mit der Praxis ist nicht nur wichtig für eine gute Überprüfung der Modellaussagen unter heutigen Bedingungen, sondern auch für die Plausibilisierung der Ergebnisse unter zukünftigen Klimabedingungen. Wir schlagen vor, dass die Modelle flächendeckend und für viele Baumarten in der Schweiz angewendet werden sollten, denn eine derartige nationale Analyse könnte wichtige Beiträge für ein adaptives Waldmanagement liefern und den Dialog zwischen Forschung und Praxis verstärken und längerfristig sichern.