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  • Titel
    Zur Reaktionsfähigkeit der Elsbeere (Sorbus torminalis [L.] Crantz) auf späte Kronenumlichtung
  • Paralleltitel
    Do old wild service tree (Sorbus torminalis [L.] Crantz) respond to competition release?
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Alfeld
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2008
  • Illustrationen
    10 Abb., 2 Tab., 30 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2754
  • Datensatznummer
    200150554
  • Quelle
  • Abstract
    In der forstlichen Praxis besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass qualitativ hochwertige Elsbeeren schon in sehr frühen Bestandesphasen von bedrängenden Konkurrenten befreit werden sollen, um ihre mittelfristige Verdrängung aus dem Bestand zu verhindern und gleichzeitig den Kronenausbau und damit den Durchmesserzuwachs anzuregen. Unbeantwortet blieb bislang jedoch die Frage, ob auch Elsbeeren in der Baumholzphase und jenseits der 80-100 Jahre noch in der Lage sind, auf entsprechende Kronenumlichtungen durch substanziellen Mehrzuwachs zu reagieren. Um dies zu klären, wurde die Durchmesserentwicklung von insgesamt 64 Elsbeeren in zwei in der Nähe von Uffenheim, Mittelfranken, gelegenen Beständen über einen Zeitraum von 7 Jahren jährlich erfasst. Zu Versuchsbeginn war darüber hinaus die individuelle Konkurrenzsituation dieser Bäume erhoben worden. Während die eine Hälfte der Elsbeeren zu einem bewirtschafteten Bestand gehört und nach der Erstaufnahme kräftig umlichtet wurde, befindet sich die andere Hälfte in einem angrenzenden Naturwaldreservat und blieb unbehandelt. Es zeigte sich, dass auch stark bedrängte ältere Elsbeeren, die in Mischbeständen trotz interspezifischer Konkurrenz überleben konnten, rasch und positiv auf eine Entlastung von der Konkurrenz durch Nachbarbäume reagieren. So vergrößerte sich der von Anfang an bestehende Unterschied zwischen dem Durchmesserwachstum des durchforsteten und dem des undurchforsteten Kollektives in den der Durchforstung folgenden Jahren deutlich und stabilisierte sich auf einem hohen Niveau. Die Befunde belegen zudem die hohe Sensitivität der Elsbeeren auf intra- und interspezifische Konkurrenz.