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  • Titel
    Herkules mit Achillesfersen? : Naturschutz-relevante Aspekte der Ausbreitung von Heracleum mantegazzianum auf der lokalen, landschaftlichen und regionalen Skalenebene
  • Paralleltitel
    Hercules with Achilles’ Heel? The distribution of Heracleum mantegazzianum – nature conservation aspects on local, landscape and regional level
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Stuttgart
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2008
  • Illustrationen
    5 Abb., 2 Tab., 32 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14217
  • Datensatznummer
    200149682
  • Quelle
  • Abstract
    Im Rahmen des Eu-Projektes "Giant Alien" wurden in Deutschland und Tschechien umfangreiche Untersuchungen zur Verbreitung und Ökologie von Heracleum mantegazzianum (Riesen-Bärenklau) durchgeführt. Landnutzungsaufgabe und großflächige Störungen auf produktiven Standorten erwiesen sich als Hauptfaktoren der Invasion, wobei Dominanzbestände vor allem in jungen Stadien von Sekundärsukzessionen zu finden sind. In Deutschland ist H. mantegazzianum jedoch in der Konkurrenz mit einheimischen Hochstauden nicht überlegen und nur etwa ein Drittel der Bestände werden dominant. Auf der Landschaftsebene hängt die Invasion stark von Straßen und Fließgewässern ab, die als Ausbreitungs- und Migrationskorridore fungieren, wohingegen die Windausbreitung stark limitiert ist. Interspezifische Konkurrenz und Ausbreitungslimitierung resultieren in bislang moderaten Habitatsättigungsraten von max. 8,7% in den am stärksten invadierten Landschaften Deutschlands. Entgegen bisherigen Einschätzungen zeigte sich, dass H. mantegazzianum kaum negative Auswirkungen auf die lokale Pflanzenarten-Diversität hat und eine Gefährdung einheimischer Pflanzenarten und -gesellschaften unwahrscheinlich ist. Die Bekämpfung problematischer Bestände wird für verschiedene Schutzgüter und Raumskalen diskutiert.