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  • Titel
    Eschenkrankheit in Niederösterreich - neue Untersuchungsergebnisse
  • Paralleltitel
    Dieback of Ash in Lower Austria - New Results
  • Titelphrase
    Niederösterreich: Seltene Frostwechselschäden an Nadelbäumen [u.d.T. in waldwissen.net]
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2008
  • Illustrationen
    8 Abb., 2 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    12531
  • Datensatznummer
    200149429
  • Quelle
  • Abstract
    Im Rahmen eines auf das Bundesland Niederösterreich beschränkten Projektes zur Analyse der Ursachen für das gegenwärtig weit verbreitete Zurücksterben der Eschen (Fraxinus excelsior und F. angustifolia) wurde der Zustand von 50 Eschenstandorten unter besonderer Berücksichtigung der Pathogene erfasst. Darüber hinaus wurden mögliche Beziehungen zwischen Standortsparametern und der Intensität der Krankheit untersucht. Die Krankheit war mit Ausnahme von drei Flächen an allen Standorten vorhanden. Die Intensität des Eschensterbens lag im Juli 2007 bei der überwiegenden Zahl der Untersuchungsstandorte unter 30 % des Kronenvolumens. Für folgende Faktoren wurden signifikante Zusammenhänge mit der Befallsintensität oder der Häufigkeit erkrankter Bäume festgestellt: Die Befallsintensität nahm von Westen nach Osten ab. Unterdrückte Baumindividuen waren deutlich stärker betroffen als vorherrschende und mitherrschende. Lockere Bestände wiesen höhere Befallsintensitäten auf als geschlossene. Weibliche und zwittrige Individuen waren stärker erkrankt als männliche. Erkrankte Eschen wiesen sowohl im Fein- wie im Grobwurzelbereich eine schwächere Bewurzelung als nicht erkrankte auf. Zusammenhänge mit dem Auftreten klassischer Pathogene (Eschenbastkäfer, Eschenkrebs, Eschenmehltau) wurden nicht festgestellt, doch wurde bei einer Fläche eine hohe Häufigkeit von Hallimasch-Rhizomorphen konstatiert. Bei einer zusätzlichen Untersuchung von Ozon-Symptomen an Blättern war die Intensität ozonbedingter Verfärbungen bei den von Triebsterben erkrankten Eschen höher als bei den gesunden. Aufgrund dieser Ergebnisse und der Tatsache, dass an vielen Standorten des Eschensterbens inzwischen das neue Pathogen Chalara fraxinea nachgewiesen wurde, werden Maßnahmen für die Praxis diskutiert.