Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Waldverbreitung und Waldentwicklung im Oberen Zemmgrund : Aktueller Bestand, Strukturanalysen und Entwicklungsdynamik
  • Paralleltitel
    Forest extension and forest development in the "Oberer Zemmgrund". Actual population, structural analysis and dynamics of forest development
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2007
  • Illustrationen
    20 Abb., 4 Tab., 63 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    5275
  • Datensatznummer
    200148176
  • Quelle
  • Abstract
    Dieser Beitrag wurde im Zuge des interdisziplinären Forschungsprojektes "HOLA - Nachweis und Analyse von holozänen Lawinenereignissen" (Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft) erarbeitet und berichtet über die Erfassung der aktuellen Verbreitung des Waldes, dessen Zustand und Entwicklung im Oberen Zemmgrund in den Zillertaler Alpen. Im Oberen Zemmgrund ist in der subalpinen Höhenstufe der (Lärchen-)Zirbenwald standortbedingt die einzige baumförmige natürliche Waldgesellschaft und die Zirbe (Pinus cembra L.) stellt die Hauptbaumart dar. Es dominiert der Alpenrose-Heidelbeeren-Zirbenwald, der durch den anthropogenen Einfluss sehr unregelmäßig verteilt ist. Die größten geschlossenen Zirbenvorkommen befinden sich auf den SW-Hängen in den steileren Geländebereichen, den Rest bilden streifenförmige Kleingruppen und locker stehende Einzelzirben. Der wesentliche Teil der aktuellen Zirbenverbreitung befindet sich in der tiefsubalpinen Höhenstufe zwischen 1700 und 1950 m, nur auf den begünstigten Südhängen der Schwarzensteinalm sind locker bestockte, meist jüngere Bestandesteile bis in die hochsubalpine Höhenstufe auf ca. 2150 m vorhanden. Insgesamt umfasst das aktuelle Waldwuchsgebiet in der subalpinen Höhenstufe eine Fläche von ca. 390 ha. Dabei entfallen rund 1/4 der Fläche auf den Waldbestand und 3/4 auf den Jungwuchsbereich. Die Flächenanalyse des potentiellen Waldwuchsbereichs für das holozäne Klimaoptimum erbrachte das Ergebnis, dass die Waldwuchsfläche mit rund 830 ha mehr als doppelt so groß wie heute war. In der tiefsubalpinen Stufe sind aktuell 2/3 und in der hochsubalpinen rund 40% der möglichen Wuchsfläche dem Standort entsprechend mit Zirben bzw. Zirbenjungwuchs bestockt.