Titel
Ertragsermittlung und Potenziale von Agrarholz
Paralleltitel
Yield modelling and potentials of short rotation coppices (SRC)
Verfasser
Erscheinungsort
Alfeld
Verlag
Erscheinungsjahr
2008
Illustrationen
8 Abb., 19 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
4354
Datensatznummer
200147171
Quelle
Abstract
In einem zweistufigen Untersuchungsansatz wurden standortabhängige Ertragsfunktionen für Pappel und Weide generiert und standörtliche Flächenpotenziale für den Agrarholzanbau m Brandenburg mithilfe einer GIS-Modellierung entwickelt. Als Grundlage für die Ertragsfunktionen konnte mithilfe der Boundaryline-Methode der Einfluss des Transpirationswasserangebots (TWA) als limitierender Faktor auf das Höhenwachstum nachgewiesen werden. Im Wesentlichen sind terrestrische Standorte und grundwasserbeeinflusste Standorte zu unterscheiden. Pappel und Weide zeigen vergleichbare Erträge. Weide kann die geringere Wuchsleistung der Einzelpflanze bei einer erhöhten Pflanzenzahl ausgleichen. Der Einfluss der genetischen Variabilität auf das Wachstum wurde deutlich. Weitergehende Untersuchungen unter Berücksichtung aktueller Sorten und Klone sind notwendig. Da die ertragskundliche Datenbasis für alle relevanten Baumarten, vor allem aber für Pappel und Robinie, noch sehr gering ist, lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine eindeutigen Empfehlungen für den bevorzugten Anbau von Weide oder Pappel machen. Robinie ist auf stark nährstoffarmen und trockenen Standorten der Weide und Pappel überlegen. Vom standörtlichen Potenzial her betrachtet, kann der Agrarholzanbau gerade auf grundwasserbeeinflussten nährstoffärmeren Standorten in der Wuchsleistung landwirtschaftlichen Kulturen überlegen sein. Weist man nur aufgrund standörtlicher Überlegungen Vorzugsstandorte für Agrarholz aus, könnte das jährliche Agrarholzpotenzial in Brandenburg bei etwa 2 Mio. tatro liegen.