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  • Titel
    Wasserrückhalt im Wald : Ein Beitrag zum vorbeugenden Hochwasserschutz
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Trippstadt
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2007
  • Illustrationen
    6 Abb., 45 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    12142
  • Datensatznummer
    200146574
  • Quelle
  • Abstract
    Eine Waldbedeckung wirkt ausgleichend auf den Wasserabfluss aus der Landschaft. Diese ausgleichende Wirkung des Waldes kann jedoch durch eine intensive forstwirtschaftliche Nutzung des Waldes gestört werden. Das Ausmaß dieser Störung hängt entscheidend von den Standortbedingungen und der Eingriffsintensität ab. Es ist das Ziel von WaReLa, Maßnahmen, die aufgrund der forstlichen Nutzung unumgänglich sind, so weiterzuentwickeln, dass der Wasserabfluss aus dem Wald zumindest nicht beschleunigt wird oder dass sie sogar einem zusätzlichen Wasserrückhalt dienen. Auf der Grundlage einer Standortbewertung im Hinblick auf dessen Abflusssensitivität wird daher eine Waldbewirtschaftungsstrategie empfohlen, die im Einklang mit der Zielsetzung des vorbeugenden Hochwasserschutzes steht. Bausteine dieser Strategie sind: ein naturnaher Waldbau und die kontinuierliche Erhaltung einer Vegetationsbedeckung; die frühzeitige natürliche Waldverjüngung und intensiv strukturierte Wälder; die Aufforstung zur Abflusshemmung in ausgedehnten landwirtschaftlichen Flächen; die Förderung und Erhaltung der Bodenporenstruktur durch Schutzkalkung versauerter Wälder und durch Förderung von ökologisch stabilen Mischwäldern; bodenschonende Holzernte- und Bringungstechnologien; geringstmögliche Waldwegedichte; Wasserableitung von Waldwegen in benachbarte Waldflächen; Vermeidung von Linienstruktuen, Schließen von Entwässerungsgräben; Schattung und Erhaltung von naturnahen Wasserrückhalteräumen im Wald sowie Renaturierung der Waldbäche, der Uferbereiche und Bachauen sowie von Feuchtgebieten.