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  • Titel
    Sandlaufkäfer und Laufkäfer (Coleoptera: Cicindelidae et Carabidae) im "Historischen Hauberg Fellinghausen"
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Recklinghausen
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2007
  • Illustrationen
    6 Abb., 1 Tab.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    15781
  • Datensatznummer
    200144536
  • Quelle
  • Abstract
    Im »Historischen Hauberg Fellinghausen« (Kreis Siegen-Wittgenstein) wurden 1.346 Carabiden aus 32 Arten in Bodenfallen (Zeitraum 15. April bis 28. Oktober 1993) gefangen. Beprobt wurden 5 unterschiedliche Niederwald-Sukzessionsstadien, ein 45-jähriger Eichen-Birkenwald und ein Bachuferwald aus Erlen. Das früheste Entwicklungsstadium, ein 1-jähriges Feldbau-Stadium, weist die höchste Arten- und Individuenvielfalt auf (23 Arten mit 436 Individuen). Es ist gekennzeichnet durch einen hohen Anteil von Offenlandarten (78%), die meist im Frühjahr ihr Aktivitätsmaximum erreichen (Frühlingstiere). Waldcarabiden und Arten der Wald-Offenland-Übergangsbereiche spielen mit 17 und 5 % eine nur geringe Rolle. Auch das anschließende 4-jährige Busch-Heide-Stadium ist noch in ähnlicher Weise durch den Offenlandeinfluß geprägt, auch wenn das Maximum der Arten- und Individuenzahl überschritten und der Anteil der Offenlandarten gefallen ist. Das 8-9-jährige Wald-Heide-Stadium dagegen wird deutlich von Waldbedingungen dominiert. Bei den nur noch 170 Individuen aus 13 Arten überwiegen mit 71 % die herbstaktiven Waldcarabiden. Offenlandarten stellen nur noch 5%. Alle anschließenden Sukzessionsstadien, ein 11-jähriges Dickungsstadium und der 20-jährige, hiebreife Eichen-Birkenwald werden von den Waldcarabiden beherrscht. Der »Historische Hauberg« weist keine spezielle Laufkäferzönose auf, sondern die Gemeinschaft setzt sich aus euryöken und flugfähigen Offenlandarten bzw. euryöken Waldarten zusammen.