Titel
Nutzungsgeschichte der Siegerländer Niederwälder und Beschreibung des Untersuchungsgebietes "Historischer Hauberg Fellinghausen"
Verfasser
Erscheinungsort
Recklinghausen
Verlag
Erscheinungsjahr
2007
Illustrationen
3 Abb., 1 Tab.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
15781
Datensatznummer
200144525
Quelle
Abstract
Bis vor 200 Jahren war die Niederwaldwirtschaft über Mitteleuropa hinaus vorherrschende Waldnutzungsform. Auch in vielen deutschen Mittelgebirgen erreichte sie als Folge des aufstrebenden Bergbaus und der Eisenindustrie, sowie eines beschleunigten Bevölkerungswachstums Anfang des 19. Jahrhunderts die größte Ausdehnung, höchste Entwicklung und größte Vielfalt. Innerhalb von Deutschland führten regionsspezifische Anforderungen bzw. Nutzungsweisen zu verschiedenen Bezeichnungen, von denen »Hainen, Hauberg-, Reutberg-, Reitfelder-, Rott- oder Schiffel-Wirtschaft, bzw. Hack- und Waldbrandwirtschaft« am weitesten verbreitet sind. Da zur Eisenverhüttung große Mengen an Holzkohle erforderlich waren, nahmen die im Siegerland verbreiteten Hauberge meist mehr als die Hälfte der Gemarkungsfläche ein. Die im Siegerland und in den unmittelbar benachbarten Kreisen betriebene Haubergswirtschaft vereinte forstliche, landwirtschaftliche und der Eisenindustrie dienende Zwischennutzungen. Die vegetative Verjüngung über Stockausschläge unterscheidet Niederwälder von den heute weit verbreiteten Hochwäldern, die generativ, d.h. durch Saat bzw. Pflanzung oder durch Samen natürlich verjüngt werden.