Titel
Zum physiologischen Leistungspotenzial geharzter Kiefern
Verfasser
Erscheinungsort
Eberswalde
Verlag
Erscheinungsjahr
2007
Illustrationen
2 Abb., 4 Tab.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
14039
Datensatznummer
200144423
Quelle
Abstract
Computertomografische Untersuchungen im Stammbereich der Lachten von sechs geharzten Altkiefern zeigten hinsichtlich der Flächengröße der verbliebenen Lebendstreifen und der Holzfeuchte ein differenziertes Bild. Während bei zwei Bäumen (M1 und E7) die verbliebenen, noch relativ großen Splintanteile normal befeuchtet waren, wiesen Kiefern (E5 und E6) mit nur kleinflächigen Splintanteilen wesentlich höhere Feuchten auf. Verminderte Werte der Gehalte bei einigen organischen Nadelinhaltsstoffen (z. B. Chlorophylle, Carotenoide) sowie Nadeltrockenmassen zeigten die Bäume mit den kleinsten Splintflächen und geringsten Holzfeuchten (insbesondere M3). Im Gegensatz hierzu ließ sich für die Kiefern E5 und E6 (teilweise auch E7) eine hohe Stoffwechselaktivität nachweisen. Ein induzierter Trockenstress infolge der teilweise stark reduzierten Splintflächen, der zu erhöhten Prolingehalten in den Nadeln führen würde, wurde zum Untersuchungszeitpunkt bei keinem Baum nachgewiesen. Die vorliegenden Ergebnisse stützen in Verbindung mit vorausgegangenen computertomografischen Untersuchungen im Stammbereich der Lachte die These, dass die Wasserversorgung des geharzten Baumes auch über eine drastisch reduzierte Splintfläche (möglicherweise über einen erhöhten Xylemfluß) sichergestellt werden kann.