Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Besonderheiten der Vogelwelt des Plagefenns
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Eberswalde
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2007
  • Illustrationen
    9 Abb., 19 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14039
  • Datensatznummer
    200144329
  • Quelle
  • Abstract
    Die Vogelwelt des NSG Plagefenns ist erst in den letzten 10 Jahren intensiver avifaunistisch untersucht worden. Einige Arten wurden durch systematische Kartierungen erfasst. Zudem werden die Bestandsänderungen der häufigeren Arten seit 1997 im Rahmen des Brutvogelmonitorings (Punkt-Stopp-Zählungen) untersucht. Das Gebiet zeichnet sich durch teils beachtliche Vorkommen gefährdeter und für Laubwälder, Brüche, Moore und Seen der nordostdeutschen Jungmoränenlandschaft sehr typischer Arten aus. Dazu gehören in den Erlen-Sumpfwäldern Kranich, Waldwasserläufer und Schellente, in den naturnahen Laubwäldern Mittelspecht und Zwergschnäpper sowie an den Seen und Verlandungsmooren Blaukehlchen, Trauer- und Flussseeschwalbe. Seeadler und Schwarzstorch brüten im Gebiet, der Schreiadler wurde wiederholt zur Brutzeit in der näheren Umgebung gesehen. Eine weitere Besonderheit ist der regional bedeutsame Mauser- und Schlafplatz des Kranichs im Großen Plagesee. Die Bestandsentwicklungen der meisten genannten Arten sowie weiterer Leitarten der Buchenwälder, Erlenbrüche, Seen und Moore ist stabil oder positiv. Besonders einige Waldvogelarten profitieren von der unbewirtschafteten Kernzone, den Staumaßnahmen, dem Nutzungsverzicht in Erlensumpfwäldern und der stärkeren Berücksichtigung von Naturschutzzielen in der Forstwirtschaft. Kranich, Waldwasserläufer, Schellente und Schwarzstorch werden durch die verbesserte Wasserhaltung in den Erlenbrüchen begünstigt. Zu den nistökologischen Besonderheiten gehören die in den Erlenwäldern ihre Jungen führenden Schellenten und die auf Seerosenfeldern brütenden Flussseeschwalben und Lachmöwen.