Titel
Selection of resting sites by the European hare as related to habitat characteristics during agricultural changes
Paralleltitel
Die Selektion von Ruhelagern des Europäischen Feldhasen in Bezug auf die Habitatcharakteristika während landwirtschaftlicher Veränderungen
Verfasser
Erscheinungsort
Heidelberg
Verlag
Erscheinungsjahr
2007
Illustrationen
4 Abb., 1 Tab., 24 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
8032
Datensatznummer
200143853
Quelle
Abstract
Es konnte nachgewiesen werden, dass der Rückgang der Populationen des Europäischen Feldhasen Lepus europaeus mit der Intensivierung der Landwirtschaft korreliert, welche einen Verlust an Habitatheterogenität verursacht hat. Unser Ziel war es, die tägliche Selektion des Frühjahrhabitats unter Benutzung von Jacobs zweitem Selektionsindex in einem intensiv genutzten Ackerland zu untersuchen, um aufzuzeigen, wie die Habitatwahl von ruhenden Hasen durch die Veränderungen in der Habitatverfügbarkeit beeinflusst wurde. Lichtung Zählungen von Feldhasen, die aus bekannten Gebieten vertrieben wurden, wurden während einer 11 Jahre andauernden Feldstudie innerhalb zweier Sektoren eines privaten Jagdgebietes, das sich im Pariser Becken (Frankreich) befindet, durchgeführt. Der Verlust der Habitatheterogenität beinhaltete das Verschwinden von Weideland, das zu der letzten auf diesem Gebiet verbleibenden Schaffarm gehörte, die Abnahme von nicht abgeernteten Gebieten und Feldgrenzen und die Vergrößerung der durchschnittlichen Feldgröße. Im Zeitraum der Untersuchung verringerten sich die Brutbestände der Feldhasen. Abgeerntete Felder wurden immer vermieden. Zu Anfang unserer Studie wurden Weideland, Luzernenfelder, Dickichte und Brachland gewählt, wohingegen der verbleibende Teil gegen Ende gemieden wurde. Die Präferenz für gepflügte Felder nahm mit dem Wuchs von Vegetation auf den Winterweizen-Feldem ab. Um den Feldhasen zu helfen, sollte das Landmanagement eine ganzjährige pflanzliche Deckung und Nahrung von nicht abgeernteten Feldern in Gebieten mit intensivem Ackerbau zur Verfügung stellen.