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  • Titel
    Untersuchungen zur Verbreitung der Misteln in Südtirol (Viscum album: Loranthaceae)
  • Paralleltitel
    Survey on the diffusion of mistletoe (Viscum album) in South Tyrol = Indagini sulla diffusione del Vischio comune (Viscum album) in Alto Adige
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Bozen
  • Erscheinungsjahr
    2007
  • Illustrationen
    14 Abb., 4 Tab., 25 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    15230
  • Datensatznummer
    200143271
  • Quelle
  • Abstract
    Es wurde eine landesweite Untersuchung zur Verbreitung der Misteln in Südtirol durchgeführt. Die Erhebung erfolgte im Frühjahr 2005, mittels entsprechender Fragebögen, unter Einbindung aller Forststationen der autonomen Provinz Bozen-Südtirol. Ziel der Erhebung war, einen Überblick zu erhalten über Verbreitung und Häufigkeit der verschiedenen Formen der weißbeerigen Mistel (Viscum album): Laubholzmistel (V. album ssp. album), Tannenmistel (V. album ssp. abietis) und Föhrenmistel (V. album ssp. austriacum) sowie festzustellen, wo forstliche Schäden - vor allem durch Föhrenmistel - auftreten. Die Ergebnisse der Meldung sind in Tab. 3 und Tab. 4 zusammenfassend dargestellt. Zum Vergleich der gegenwärtigen Situation in Südtirol wurden auch historische Angaben von DALLA TORRE & SARNTHEIN (1910) herangezogen, sowie analoge frühere Erhebungen in den Nachbarländern Schweiz und Osttirol analysiert und übersichtsmäßig dargelegt. Das Ergebnis der Untersuchung war, daß die Föhrenmistel (V. album austriacum) in Südtirol weit verbreitet ist, besonders im Etschtal und Eisacktal (in Höhenlagen von 230 -1400 m); hingegen fehlt sie in manchen Tälern, wie dem Passeiertal, dem mittleren und östlichen Pustertal und dem mitteleren und oberen Vinschau. Das Verbreitungsareal der Föhrenmistel in Südtirol zeigt eine weitgehende Übereinstimmung mit dem des Kiefernprozessionsspinners (Thaumetopoea pityocampa). Eine Zunahme der Höhenverbeitung der Föhrenmisteln - wie rezent aus der Schweiz gemeldet - war in Südtirol im allgemeinen nicht feststellbar; mancherorts kam es zu Erhöhung der Befallsstärke. Hauptverbreitungsvektoren der Misteln sind Vögel: Misteldrossel (Turdus viscivorus) und Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla). - Tannenmisteln (V. album abietis) wurden nur vom Etschtal, südlich von Bozen (600 -1200 m) gemeldet und Laubholzmisteln (V. album album) von 8 Forststationen (Burggrafenamt, Etschtal, Überetsch, Ritten), in Höhenlagen von 350 -1300 m, an 14 verschiedenen Laubholzarten.