Titel
Zur Eignung der Jahrringe von Wald-Kiefer und Stiel-Eiche für die Einschätzung langfristiger Wasserstandsschwankungen in Mooren
Paralleltitel
To the suitability of tree rings of pine and oak for the appraisal of long-term water level variations in bogs
Verfasser
Erscheinungsort
Berlin
Verlag
Erscheinungsjahr
2007
Illustrationen
9 Abb., 4 Tab., 32 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
8541
Datensatznummer
200142952
Quelle
Abstract
In der dendrohydrologischen Forschung werden bislang vor allem Auenbäume untersucht, die starken Wasserstandsschwankungen ausgesetzt sind. In Mooren außerhalb von Auen ist die Amplitude des Wasserstandes meist geringer und daher das Umweltsignal für den Baum schwächer. Im vorliegenden Beitrag wird untersucht, ob das Jahrringwachstum von Stiel-Eiche und Wald-Kiefer an diesen Standorten ebenfalls Rückschlüsse auf bestimmte Wasserstände zulässt. Ausgewertet wurden Bohrkerne bzw. Baumscheiben von 5 Mooreichen, 13 Randeichen, 102 Moorkiefern und 13 Randkiefern. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, dass sich die Wald-Kiefer gut und die Stiel-Eiche bedingt zur Rekonstruktion von Wasserstandsschwankungen in Mooren eignet. Hilfreich für die Beurteilung der Jahrringkurven ist die Eliminierung des Alterstrends durch Berechnung des Stammflächenzuwachses. Besonders eng ist die Korrelation des Grundwasserstandes mit dem Stammflächenzuwachs von Moorkiefern aber auch Mooreichen. Am wenigsten geeignet sind Rand©eichen. Durch die Auswahl bestimmter Standort- und Bestandsbedingungen kann die Gefahr von Fehlinterpretationen aufgrund anderer störender Umweltsignale minimiert werden. Die Mehrzahl der untersuchten Jahrring- und Stammflächenzuwachskurven zeigen eine synchrone Austrocknung mehrere Kilometer voneinander entfernter Moore an.