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  • Titel
    Befall der Gemeinen Kiefer (Pinus sylvestris L.) durch Wurzelschwamm (Heterobasidion annosum [Fr.] Bref.) auf Kippenflächen des Lausitzer Braunkohlereviers
  • Paralleltitel
    Infestation of Scots pine (Pinus sylvestris L.) by Annosum root rot (Heterobasidion annosum (Fr.) Bref.) on mine spoils in the Lusatian Lignite District
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Berlin
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2007
  • Illustrationen
    4 Abb., 3 Tab., 16 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8541
  • Datensatznummer
    200142950
  • Quelle
  • Abstract
    Seit einigen Jahren werden im Lausitzer Braunkohlerevier besorgniserregende Absterbeerscheinungen in 20- bis 40-jährigen Kiefernreinbeständen (Pinus sylvestris L.) beobachtet. Als Schadensursache lässt sich der Befall durch den Weißfäulepilz Heterobasidion annosum (Fr.) Bref. (Wurzelschwamm) nachweisen. Je nach Standortverhältnissen und Bestockungssituation der einzelnen Kippenbereiche zeigen bereits 30 bis 89 % der Kiefernbestände Befallssymptome. Dabei nimmt das Befallsrisiko mit steigendem pH-Wert des Oberbodens (0–30 cm) zu. So liegt der mittlere pH (H2O) in den Befallsherden bei 6,5, hingegen in den nicht betroffenen Beständen bzw. Bestandesteilen unter 5,0. Auch die jährliche Vergrößerung der Befallsherde korreliert signifikant, allerdings nur schwach mit dem pH-Wert. Wie die erhöhten Carbonatgehalte des Oberbodens belegen, verschärft die Kalkmelioration vieler Kippsubstrate die Befallssituation. Darüber hinaus beeinflusst die Wasserverfügbarkeit das Krankheitsgeschehen. Während die mittlere nutzbare Feldkapazität (0–100 cm) der Infektionsherde rund 80 mm beträgt, fällt der nFK-Wert in den nicht betroffenen Bestandesteilen auf knapp 50 mm ab.