Titel
Wechselbeziehung zwischen Forstbetrieb und Naturpark
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1972
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4017
Datensatznummer
200141938
Quelle
Abstract
Im Wald wurde bisher in erster Linie Holz erzeugt. Die vielzitierten Wohlfahrtswirkungen des Waldes, der Schutz vor Hochwasser und Lawinen, die Bewahrung des Bodens vor Winderosionen, all diese Wirkungen ergaben sich in den meisten Fällen als Folge einer ordnungsgemäßen Waldbewirtschaftung von selbst. Die Waldbesitzer und Forstwirte haben mit enormen Mitteln, die in den letzten Jahrzehnten Milliardenbeiträge ausmachen, einen wesentlichen Beitrag zur kontinuierlichen Erhaltung unserer Kulturlandschaft geleistet. Nun beginnen sich die Einflußgrenzen zu verschieben. Eine Industriegesellschaft mit konzentrierten Siedlungs- und Arbeitsstätten drängt in Massen in den Wald, um sich dort zu erholen. Daraus ergeben sich stellenweise Reibungsflächen mit der Holzerzeugung. Denn der Forstbetrieb muß als Wirtschaftsbetrieb weitergeführt werden - und zwar nach modernen, rationellen Grundsätzen, weil der Wald - auch der Erholungswald - sich selbst erhalten soll und nicht zum Subventionsempfänger der Öffentlichkeit werden darf. Andererseits wird man allerdings nicht darum herumkommen, alle zusätzlichen Erschwernisse, Mehrkosten und Ertragseinbußen, die sich direkt vom Erholungsverkehr ableiten, den Forstbetrieben in der Zukunft zu ersetzen. Die Gestaltung und Erhaltung der Erholungslandschaften steht hiebei an erster Stelle. Die Erholung in der freien Landschaft wird eben - gerade im Hinblick auf die intensive land- und forstwirtschaftliche Nutzung, die im Zuge des wirtschaftlichen und technischen Fortschrittes sich noch verstärken wird - überall dort, wo man sie sehr konzentriert ausüben möchte, nicht mehr kostenlos zu haben sein.