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  • Titel
    Gebietskulissen für den Energiepflanzenanbau?
  • Paralleltitel
    Defined Areas for the Cultivation of Energy Crops? Control options of planning
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Stuttgart
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2007
  • Illustrationen
    3 Abb., 23 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14217
  • Datensatznummer
    200141923
  • Quelle
  • Abstract
    Der verstärkte Anbau von Energiepflanzen erhöht in einigen Regionen Deutschlands den Nutzungsdruck auf die natürlichen Ressourcen und führt zu Risiken für deren Schutz. Die Planung spielt bei der Steuerung dieser Landnutzungsdynamik bislang kaum eine Rolle. Ein Ansatz wäre, mit flächendeckenden Landschaftsanalysen der landwirtschaftlichen Nutzfäche für den Ressourcenschutz relevante Gebietskulissen abzuleiten, die in Planungsprozessen Verwendung finden können. Es könnten Gebietskulissen in der Landschaftsplanung oder Raumplanung dargestellt werden, die eine ökonomische Förderung des Energiepflanzenanbaus (am Beispiel des NawaRo-Bonus gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz) räumlich differenzieren. Erfahrungen zu Gebietsfestsetzungen in Verbindung mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bestehen in den Planungsregionen durch die Windeignungsgebiete. Durch eine nicht-flächendeckende Förderung könnte ermöglicht werden, ökonomische Anreize für den Anbau von Biomasse räumlich zu steuern und somit als sensibel eingestufte Gebiete zu entlasten und dem momentanen Nutzungsdruck der zum Teil intensiv angebauten Nachwachsenden Rohstoffe ggf. zu entziehen. Letztendlich läge so die Verantwortung in der Region, welche Flächenanteile mit derartigen Gebietskulissen belegt würden. Die diskutierten Ansätze orientieren sich an den Möglichkeiten einer Novellierung des EEG. Die Koppelung anderer Steuerungsinstrumente des Förderrechts im Bereich der Biomassebereitstellung an die hier formulierten Gebietskulissen könnte ebenfalls angestrebt werden, um nicht nur die Energiepflanzen nach EEG zu integrieren, sondern auch die Kulturen, die im Bereich Wärme, Treibstoffbereitstellung sowie stofflicher Nutzung zum Einsatz kommen.