Titel
Beiträge zur Begründung der Lehre über die Erziehung der Fichte
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1910
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
627
Datensatznummer
200141880
Quelle
Abstract
1. Die lichtständige Begründung von Fichtenbeständen befördert den Höhen- und Stärkenzuwachs. Auf besten Bonitäten genügt eine Pflanzenzahl von 2500 Stück in gleichmäßiger Verteilung, um den Bestandesschluß so rechtzeitig zu erreichen, daß die Astreinheit und Vollholzigkeit der Haubarkeitsstämme nicht gefährdet wird. 2. Der Stärkenzuwachs steht im engsten Zusammenhange mit der Kronenentwicklung. Diese kann bei nicht abnormen Kronen in praktisch brauchbarer Weise durch das Verhältnis zwischen Kronen und Schaftlänge definiert werden. Ein Zurückweichen der Kronenlänge ist mit dem Nachlassen des Stärkenwachstums verbunden. 3. In der Periode des größten Höhenzuwachses soll die Kronenlänge nicht unter die Hälfte der Schaftlänge sinken. In dieser Periode werden die Lücken selbst stärker Lichtungen rasch ausgefüllt. 4. Durchforstungen, welche den Bestandesschluß nicht ändern, hindern den Rückgang der Kronenlänge und das Sinken des Stärkenzuwachses nicht. Die Belassen von mehr oder weniger Nebenbestand ist ohne Einfluß auf die Entwicklung des Hauptbestandes. Nur Lichtungen, d.i. Schlußlockerungen, üben einen Einfluß auf die Kronenentwicklung und damit auf den Stärkenzuwachs aus.