Titel
Sandschollen – zerstörte Lebensräume. Ein Beitrag zur Umweltgeschichte Norddeutschlands
Paralleltitel
Sandy furrow slices – destroyed habitats. A contribution to environmental history of Northern Germany
Verfasser
Erscheinungsort
Berlin
Verlag
Erscheinungsjahr
2007
Illustrationen
3 Abb., 1 Tab., 20 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
8541
Datensatznummer
200141715
Quelle
Abstract
Sandschollen sind vegetationslose Sandflächen, entstanden durch Waldverwüstung und übermäßige Beweidung. Der blanke Sand geriet bei Wind in Bewegung, baute sich örtlich zu Dünen auf und überdeckte angrenzendes Kulturland. Die Sandschollen nahmen im 18. und 19. Jahrhundert in Norddeutschland große Gebiete ein und brachten sie an den Rand der Versteppung. In der Literatur und in Archiven finden sich zahlreiche Belege für den bedenklichen Zustand der Landschaft. In forstlichen Lehrbüchern des ausgehenden 18. Jahrhunderts sind umfangreiche Abhandlungen über Sandschollen und deren Aufforstung enthalten. Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden große Anstrengungen unternommen, die Sandschollen zu binden und aufzuforsten. Dafür kam unter den damaligen Bedingungen fast ausschließlich die Wald-Kiefer (Pinus sylvestris L.) infrage. Im Laufe des 19. Jahrhunderts gelang es, die Sandschollen zu kultivieren. Der Begriff schwand danach aus dem Bewusstsein der Bevölkerung.