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  • Titel
    Einfluss unterschiedlich formulierter Glyphosat-Herbizide und eines herbiziden Vergleichsmittels auf mikrobielle Aktivitäten im Boden
  • Paralleltitel
    Influence of differently formulated glyphosate herbicides and a herbicidal reference compound on microbial activities in soil
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Stuttgart
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2007
  • Illustrationen
    5 Abb., 7 Tab., 55 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4699
  • Datensatznummer
    200141666
  • Quelle
  • Abstract
    Obwohl das Herbizid Glyphosat zu den am meisten mikrobiologisch-ökotoxikologisch untersuchten Pflanzenschutzmitteln gehört, liegt nur vergleichsweise wenig Literatur über den Einfluss verschiedener Glyphosat-Formulierungen auf mikrobielle Aktivitäten im Boden vor. Ziel der vorliegenden Untersuchungen war es, unter Laborbedingungen die Wirkung unterschiedlich formulierter Herbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat (Na- bzw. Isopropylamin-Salz, Trimesium) in zwei Böden mit und ohne Luzerntemehldüngung auf Biomasse-bezogene mikrobielle Aktivitäten (Dehydrogenase, Substrat-induzierte Kurzzeitatmung) bzw. die Kohlenstoff- und Stickstoffmineralisierung zu untersuchen. Die Dosierungen orientierten sich an den nach einer praxisnahen Herbizidanwendung auf die Bodenoberflächen in verschiedenen oberflächennahen Schichten zu erwartenden Konzentrationen. Zur Absicherung der Ergebnisse wurde zusätzlich ein Dinoterbhaltiges Vergleichsmittel eingesetzt. Außerdem wurde ein durch eine mehrere Wochen vorher durchgeführte Entseuchung mit Basamit (Dazomet) bzw. eine entsprechende Lagerung gestresster Boden zusätzlich mit Glyphosat behandelt. Während das Vergleichsmittel die Biomasse-bezogenen mikrobiellen Aktivitäten generell stark hemmte und die Mineralsierung erhöhte, wirkten die Glyphosat-Varianten (Formulierung, Dosierung) nur zeitweise geringfügig auf diese Messgrößen. Lediglich die N-Mineralsierung wurde durch eine höhere Dosierung zeitweise erhöht und die Relation der C- zur N-Mineralsierung entsprechend verringert. Zeitweise wirkte dabei trotz vergleichbarer Dosierungen das als Na- sowie als Isopropylamin-Salz formulierte Glyphosat stärker als Trimesium. In einem durch eine vorausgegangene Behandlung (Lagerung, Entseuchung) zusätzlich gestressten Boden traten keine weiteren Abweichungen durch Gylphosat auf. Insgesamt scheint Glyphosat jedoch - weitgehend unabhängig von der getesteten Formulierung - mit den praxisüblichen Dosierungen nur relativ geringe Einflüsse auf wichtige bodenmikrobiologische Aktivitäten auszuüben.