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  • Titel
    Waldindikatoren zur Artenvielfalt - Erkenntnisse aus LFI und BDM Schweiz
  • Paralleltitel
    Forest structures and species diversity - Findings from the NFI and BDM = indicateurs forestiers sur la diversite des especes - connaissances tirees de l'IFN et du MDS Suisse
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Zürich
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2007
  • Illustrationen
    8 Abb., 2 Tab., 49 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    629
  • Datensatznummer
    200141284
  • Quelle
  • Abstract
    Für die Überwachung der Artenvielfalt wird oft die kostengünstige Erhebung von Lebensraumdaten anstelle von direkten Artenerhebungen vorgeschlagen. Anhand von Daten des Landesforstinventars (LFI) und des Biodiversitätsmonitorings Schweiz (BDM) wird hier untersucht, wieweit die Artendichte von Gefässpflanzen, Moosen und Mollusken mit 58 Merkmalen zu Waldstruktur, Standort und Nutzung zusammenhängt. In der Analyse erklären Standortsfaktoren - insbesondere die biogeographischen Regionen, die Höhenlage, die Hangneigung und der Boden-pH - je nach Artengruppe zwischen 18 und 49 Prozent der beobachteten Streuung der Artendichte. Von den durch die Bewirtschaftung veränderbaren Lebensraumfaktoren spielen einzig die Lichtverhältnisse im Bestand eine gewichtige Rolle, am stärksten bei den Gefässpflanzen. Zudem korreliert die Anzahl Molluskenarten positiv mit dem Deckungsgrad der Strauchschicht. Keines der Regressionsmodelle erklärt aber mehr als 54 Prozent der beobachteten Varianz. Daraus folgern die Autoren, dass der Artenreichtum für die untersuchten Artengruppen nur mit einer direkten Erhebung verlässlich gemessen werden kann. Die Analyse bestätigt aber auch, dass gewisse Daten aus Waldinventuren von bedeutender ökologischer und umweltpolitischer Relevanz sind.