Titel
Weitere Grundlagen für die Technik der Harzung
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1919
Illustrationen
1 Abb., 2 Tab.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
627
Datensatznummer
200141268
Quelle
Abstract
1. Die Dechselverfahren in allen ihren Formen, sowohl die niederösterreichische Methode mit dem festen Grandl wie auch die französische mit dem beweglichen Auffanggefäß, wie endlich auch die neueren während des Krieges eingeführten Abänderungen und Verbesserungen sind als weniger wirtschaftlich aufzugeben. 2. Die Zukunft gehört den Rissermethoden, da dieselben im gegebener Zeit höhere Ernten und Gelderträge sichern und ein qualitativ gutes Harz liefern, ohne den Massenzuwachs und die Holzqualität der Harzstämme wesentlicher zu schädigen, als dies bei den gewöhnlichen Lachten-(Dechsel-)Verfahren der Fall ist. 3. Unter den Risserverfahren ist jenes mit den lückenlos aneinander gereihten Rillen (das amerikanische) von Splettstößer erdachten (Fischgräten-) Verfahren vorzuziehen, da ersteres bei annähernd gleichen Harzerträgen je 1cm Rille im Hinblick auf die Ausnützung der Harzbäume wesentlich intensiver arbeitet und damit für die Erzielung gleicher Harzernten geringere Flächen von Harzbeständen benötigt als die Methode Splettstößer; bedarf doch letztere zum Anbringen der gleichen Zahl von Harzrillen etwa die doppelte Schaftlänge als das amerikanische Verfahren. 4. Mit dem Reißen der Rinnen ist höher am Baume zu beginnen und es ist dasselbe am Schafte nach unten fortzusetzen. Bei diesem Vorgange wird eine höhere Balsamernte erzielt, als beim Harzen von unten nach oben. Das Mehrerträgnis betrug in den Versuchen 24-29 %.