Titel
Untersuchungen über den Zuwachsgang der Stockausschläge, bzw. Ausschlagwälder 1926
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1927
Illustrationen
5 Abb., 35 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
627
Datensatznummer
200140729
Quelle
Abstract
Der Höhenzuwachs der Stockausschläge ist in den ersten zwei bis drei Jahren sehr groß und nimmt dann nach Erschöpfung der Reservestoffe rasch ab. Er steigt jedoch sodann mit zunehmender Kronenausbildung der Anschläge wieder allmählich an, erreicht im 10.- 15. Jahre das zweite autotrophe Maximum und nimmt dann wieder mit abnehmender Wuchsenergie langsam ab. Der Eintritt des zweiten Maximums ist ähnlich wie bei den Kernwüchsen von der Standortsbonität abhängig und erfolgt auf guten Bonitäten früher (ungefähr im zehneten Jahre), auf schlechteren jedoch später (ungefähr im 15 Jahr). Aber nicht allein die Bonität, sondern auch die Holzart, das Alter des Mutterstockes und die Größe des Wachstums in den ersten Jahren haben einen mehr oder weiniger großen Einfluß auf das Eintreten des zweiten Maximums, währen das erste Maximum und dessen Größe durch die Menge der Reservestoffe bedingt ist. Die Zeitspanne des energischeren Wachstums der Ausschläge ist auf jeden Fall kleiner als bei den Kernwüchsen und vom Alter des Mutterstockes abhängig. Der normale Verlauf des Stärkenzuwachses der Ausschläge ist dem des Höhenzuwachses sehr allmählich, wenn wirtschaftliche Maßnahmen oder sonstige Zufälligkeiten gegenüber denen letzterer sehr empfinldich ist, nicht störend auf ihn eingewirkt haben. Der Massenzuwachs ist in den ersten Jahren gering, steigt mit zunehmender Kronenentwicklung allmählich an, kulminiert je nach Standort und Holzart zwischen dem 18.-40. Lebensjahre und zeigt sodann wieder eine abnehmende Tendenz.