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  • Titel
    Das Ozonrisiko für österreichische Fichtenwälder
  • Paralleltitel
    The ozone risk for Norway spruce forests in Austria
  • Titelphrase
    Ozon bedeutet Stress für Waldbäume
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2007
  • Illustrationen
    11 Abb., 2 Tab., zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    627
  • Datensatznummer
    200140275
  • Quelle
  • Abstract
    Ozon ist der wichtigste waldschädigende Luftschadstoff in Österreich. Die mittleren Konzentrationen liegen je nach Seehöhe zwischen 22,5 und 51,5 ppb. Aufgrund der ansteigenden Emissionen der Vorläufersubstanzen nehmen die Konzentrationen um 0,2 ppb pro Jahr zu und überschreiten daher häufig wirkungsbezogene Grenzwerte. Ozon wirkt sich zunächst auf der Zellebene aus: Die Bildung aggressiver Sauerstoffverbindungen in den Chloroplasten, eine Folge der Störung in der CO2-Fixierung, bewirkt einen „oxidativen burst". Dieser führt zu Zellschäden, wenn die Entgiftungsmechanismen überlastet werden (Apoptose). Ozonwirkungen können mit biochemischen bzw. physiologischen Methoden, durch Evaluierung sichtbarer Symptome und mit Hilfe von Untersuchungen zur Biomassebildung und ihrer Verteilung auf die Organe ermittelt werden. Zur Bewertung des Risikos wurden mehrere Ansätze erarbeitet: Der AOT40-Ansatz bewertet die „vorhandene Dosis" ohne Berücksichtigung der Aufnahme von Ozon in das Blattinnere; diese wird im Flux-Ansatz erfasst. Der MPOC-Ansatz klassifiziert das Risiko auf der Basis von kontrollierten Begasungsversuchen und der AOTX-Ansatz inkludiert für Fichten die Anpassung an natürliche Ozonkonzentrationen, die aufnahmebeeinflussenden Umweltbedingungen sowie die Naturnähe. Die Auswertung nach dem AOTX-Ansatz ergab für 61 % der mit Fichten bestockten Waldfläche Österreichs eine Gefährdung, wovon v.a. Waldflächen in Seehöhen zwischen 400 und 1000 Metern betroffen waren.