Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Weideböden als Pflanzenstandorte
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2007
  • Illustrationen
    4 Tab., 7 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    5393
  • Datensatznummer
    200140212
  • Quelle
  • Abstract
    In Österreich wird zur Zeit sehr intensiv die Kurzrasenweide mit Milchkühen propagiert. Deswegen wurden die Auswirkungen einer intensiven Rinderbeweidung auf ausgewählte physikalische und chemische Bodeneigenschaften in einer repräsentativen Koppelweide im Steirischen Ennstal untersucht. Eine intensive Rinderbeweidung führt zu einer ausgeprägten Oberbodenverdichtung insbesondere in der Tiefenstufe 5-10 cm, zu einer Degradierung der Bodenstruktur und zu einer Krumenpseudovergleyung. Davon profitieren in erster Linie Gefäßpflanzenarten wie Ranunculus repens, Agrostis stolonifera oder Poa annua. Außerdem kommt es zu einer markanten Nährstoffanreicherung im Oberboden insbesondere mit Kalium, Stickstoff, Phosphor und Bor. Innerhalb der Weidekoppel existiert ein permanenter Transfer von Bodennährstoffen (insbesondere Kalium und Stickstoff) und organischer Substanz durch die Weidetiere. Daher variiert das Nährstoffangebot für die Vegetation sowohl kleinräumig auf der Ebene einzelner Exkrementstellen als auch großräumig zwischen verschiedenen Weidebereichen. Insbesondere der Weideeingang stellt eine bedeutende Nährstoffanreicherungszone dar, während die unbetretene und ungedüngte „Zaunfläche" eine markante Nährstoffabreicherungszone und Rückzugsgebiet für tritt- und weideempfindliche Gefäßpflanzenarten repräsentiert.